Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Fonts.com, Google Fonts, Youtube- und Vimeo-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps, Google Tag Manager, Google Analytics, eTracker). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Unsere Schule

Konzepte

Schulbroschüre

Unsere Schule ist eine vierzügige Grundschule. Seit Oktober 2001 trägt unsere Schule den Namenszusatz Baumberge-Schule.

Zur Zeit unterrichten 26 Lehrerinnen und Lehrer, darunter zwei Sonderpädagogen und ein Dipl. Sozialpädagoge an unserer Schule.
Die Schulsekretärin Susanne Seifert und der Hausmeister Mathias Wegs sind ebenfalls wichtige Ansprechpartner für Sie und Ihre Kinder.

Schulgebäude

Unser Schulgebäude liegt in einer verkehrsberuhigten Zone umgeben von großen Freiflächen und ansprechenden Grünanlagen. Das ist für die Sicherheit, Bewegungsfreiheit und für die Lernfreude der Kinder sicherlich von großem Wert.

Auch freuen wir uns darüber, dass wir in unserem kleinen Schulmuseum ‘‘Unterricht früher‘‘ gestalten und erleben dürfen. 

Unsere Schulküche wird regelmäßig und gerne zum Kochen und Backen genutzt. 

Der Musikunterricht kann mit Hilfe des vorhandenen umfangreichen Orffschen Instrumentariums die gestalterischen Kräfte der Kinder entwickeln und ihre Erlebnisfähigkeit erweitern. 

Die Kinder des 1. Jahrgangs haben ihre Räume in der Parterre. In diesem Bereich haben sie auch ihren Schulhof. Die Pausenaufsicht liegt hier vor allem in den Händen der Lehrer/innen, die im 1. Jahrgang unterrichten. Der Schulhof wurde für die Kinder des 1. Jahrgangs erweitert. Es sind dort u. a. aus dem Erlös eines Schulfestes ein Sandkasten, ein Klettergerüst, eine Nestschaukel und eine Kletterspinne entstanden. Unsere Schule bietet im Hinblick auf ihre gesamte Umgebung ideale Voraussetzungen dafür, dass die Kinder gern in die Schule kommen und sich hier wohlfühlen.

Ein Zeichen ökumenischer Bemühungen an unserer Schule sind u. a. die Gestaltung des Einschulungsgottesdienstes zu Beginn des 1. Jahrgangs und des Abschlussgottesdienstes im 4. Jahrgang als ökumenische Gottesdienste.

Sport

Der Sportunterricht wird mit zwei Stunden pro Woche in der Baumberge-Sporthalle durchgeführt. Unmittelbar zur Schule gehört das Lehrschwimmbad, in dem ab dem 1. Schuljahr ein optimaler Schwimmunterricht ermöglicht wird.

Im Sommer freuen sich die Kinder der 2., 3. und 4. Jahrgänge auf die Bundesjugendspiele in Leichtathletik; ebenfalls können die Kinder ab Klasse 2 bei entsprechenden Leistungen das Schüler-Sportabzeichen erwerben.

OGS

Weiterhin wird seit dem Schuljahr 2005/06 an unserer Schule die Offene Ganztagsschule (OGS ab 11.30 bis 16.00 Uhr, verpflichtend bis 15.00 Uhr) geführt. Die Ausgestaltung des pädagogischen Konzeptes obliegt der Schulleitung unserer Schule in Kooperation mit der Koordinatorin der OGS, Sabrina Hölscher. 

Verschiedene Kooperationspartner wie Musikschule, Sportverein SW Havixbeck, kirchliche Einrichtungen und ehrenamtliche Mitarbeiter tragen zur inhaltlichen Umsetzung des Konzeptes bei und bereichern mit ihren Nachmittagsangeboten, die sich an Mittagessen und fachlich unterstützter Hausaufgabenbetreuung anschließen, unser Schulleben.

Inklusion

Nachdem es an unserer Schule viele Jahre lang Einzelintegration gegeben hat, wurde im Schuljahr 2011/12 im Zuge der Inklusion das Gemeinsame Lernen ab Klasse 1 eingeführt. Unsere Schule ist Standortschule des Gemeinsamen Lernens. 

Die Kinder aus dem Ortsteil Hohenholte und den umliegenden Bauerschaften werden als Fahrschüler/-innen jeweils in den Klassen a und ggfs. b unterrichtet. Diese Kinder werden von ihren Klassenlehrer/-innen nach dem Unterrichtsende rechtzeitig zur Bushaltestelle an der Baumberge-Sporthalle entlassen.

Stundenzeiten an unserer Schule

  • 1. Stunde: 07.50–08.40 Uhr
  • 2. Stunde: 08.45–09.30 Uhr
  • 3. Stunde: 09.50–10.35 Uhr
  • 4. Stunde: 10.40–11.25 Uhr
  • 5. Stunde: 11.40–12.25 Uhr
  • 6. Stunde: 12.30–13.10 Uhr

Zum Schulfrühstück können Ihre Kinder Milch, Vanille/Erdbeermilch und Kakao in Flaschen bestellen; monatlich wird der entsprechende Betrag in der Klasse eingesammelt.

Förderverein

Mit Beginn des Schuljahres 1997/98 wurde an unserer Schule ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitzende Frau Monika Wellermann ist (E-Mail: frdrvrnbmbrgschld). 

Die Aktion „Big Bagger“ baute in dem Bereich des ehemaligen Schulgartens ein grünes Klassenzimmer in Atriumform. Weitere Anschaffungen sind ein Balltrichter und eine Hangrutsche, die im Schuljahr 2015/16 errichtet werden konnten. 

Auf dem Schulhof des 1. Jahrganges befindet sich eine riesige Kletterspinne, die ebenso auf große Begeisterung stößt. Im November 2011 wurde unter Mithilfe von Eltern das Wallprojekt „Abenteuerparcours“ zur Optimierung der Schulhof-Landschaft durchgeführt.

Projekte und besondere Angebote

Im Rhythmus von 4 Jahren werden ein Schulfest, bzw. ein Zirkusprojekt veranstaltet und alle 2 Jahre finden Projekttage statt. Seit dem Schuljahr 2007/08 gibt es im 1. und 2. Jahrgang jeweils eine Musizierklasse. In Zusammenarbeit mit der hiesigen Musikschule erhalten die Kinder eine zusätzliche Musikstunde und üben in kleinen Gruppen. Die Eltern bekunden bei der Anmeldung ihres Kindes Interesse an der „Musizierklasse“ und beteiligen sich finanziell.

Neue Medien

Unsere Schüler/-innen lernen gezielt und altersgemäß mit neuen Medien. Der pädagogisch durchdachte Einsatz von Lernprogrammen mittels PC ermöglicht den frühen Erwerb notwendiger Kompetenzen für ein selbstbestimmtes und kreatives Handeln in einer von Medien geprägten Welt. Hierzu wurde ein PC-Raum mit Internet-Anschluss eingerichtet. Auch in allen Klassenräumen stehen PCs mit pädagogisch anerkannten Lernprogrammen zur Verfügung. Im Jahre 2016 schaffte unser Förderverein einen Klassensatz IPads an.

Schulanfang

Zum Thema Schulanfang gibt es viele schöne Bücher. Sie können Ihrem Kind daraus vorlesen und mit ihm darüber sprechen:

  • Astrid Lindgren, Ich will auch in die Schule gehen, Oetinger, Lesestarter
  • André Marx, Die wilden Freunde – Ab ins Freibad!Kosmos, Bücherhelden
  • Muszynski, Eva, Cowboy Klaus und die Gold Rosi, Tulipan ABC
  • Bertram, Familie Monster feiert Geburtstag! Oetinger Lesestarter

Ferienordnung Schuljahr 2021/22

Ferien

Zeitraum

Sommerferien

05.07.21–17.08.21

Herbstferien

11.10.21–22.10.21

Weihnachtsferien

24.12.21–07.01.22

Osterferien

11.04.22–22.04.22

Pfingstferien

06.06.2022

Sommerferien

27.06.22–09.08.22

Es stehen der Schule zusätzlich bewegliche Ferientage zur Verfügung, die nach Beratung in der Schulkonferenz festgelegt und den Kindern rechtzeitig mitgeteilt werden.

Beweglicher Ferientag

Zeitraum

Rosenmontag

28.02.2022

nach Christi Himmelfahrt

27.05.2022

nach Fronleichnam

17.06.2022

Schulprogramm der Baumberge-Schule

Leitbild der Schule

Ich – Du - Wir
Wir nehmen jeden Einzelnen in seiner Individualität an Wir fördern soziales Miteinander
Wir entwickeln ein starkes WIR-Gefühl

Das sind unsere Ziele

Personale Kompetenz
Jeder Einzelne...

  • weiß um die eigenen Stärken und Schwächen
  • artikuliert angemessen seine Bedürfnisse
  • kontrolliert und reflektiert das eigene Verhalten
  • geht konstruktiv mit Kritik um
  • arbeitet zuverlässig und verhält sich diszipliniert
  • zeigt Verantwortung für seinen Lebensraum

Soziale Kompetenz
Wir alle...

  • sind tolerant und verhalten uns respektvoll
  • zeigen Empathie
  • orientieren uns an Regeln des sozialen Miteinanders
  • akzeptieren uns in unserer Vielfalt
  • helfen uns untereinander, hören einander zu und akzeptieren andere Meinungen
  • lösen Konflikte angemessen und gewaltfrei

Methodische Kompetenz
Die Kinder...

  • können nach ihren Möglichkeiten Wissen, Fähigkeiten und Methoden so einsetzen, dass Handlungsziele effektiv und umfassend erreicht werden

Fachkompetenz
Die Kinder...

  • beherrschen mindestens die Grundanforderungen der schuleigenen Arbeitspläne und der curricularen Vorgaben

Medienkompetenz
Die Kinder...

  • erhalten eine informationstechnologische Grundausbildung
  • erweitern und festigen ihr Wissen selbständig mit Lernprogrammen
  • Lernen, sich Informationen über das Internet zu beschaffen und per Internet zu kommunizieren
  • erlangen die Fähigkeit, sich kritisch mit den Chancen und Gefahren des Internets auseinanderzusetzen
  • verstehen die Schul-Computer als integrativen Bestandteil des Förder- und Forderkonzeptes
  • präsentieren Arbeitsergebnisse mittels digitaler Medien

Spezifische Rahmenbedingungen der Schule

Die Baumberge-Schule – Katholische Grundschule Havixbeck befindet sich in der Gemeinde Havixbeck im Kreis Coesfeld. Sie ist eine Offene Ganztagsschule mit Nachmittagsangeboten an fünf Tagen und dazugehörigem Essen. Die Baumberge-Schule ist die einzige Grundschule am Ort und liegt in einem verkehrsberuhigten Bereich im Ortskern.
Wir unterrichten zurzeit 400 Schülerinnen und Schüler.

Räumliche Lage der Schule

  • überwiegend Einfamilienhäuser bzw. Bauernhöfe
  • drei Schulhöfe
  • eine Dreifach-Turnhalle
  • getrennte Räumlichkeiten für Schule und OGS
  • unmittelbare Nachbarschaft und gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten mit der Anne-Frank-Gesamtschule
  • Hallenbad und Freibad
  • verschiedene Sportvereine
  • Musikschule
  • angrenzender Bürgerpark mit großer Grünfläche, verschiedenen Spielgeräten und Bolzplatz
  • gute Infrastruktur mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Banken, Wochenmarkt, etc.
  • eine evangelische und eine katholische Gemeinde
  • öffentliche Bibliothek und eine Pfarrbücherei
  • diverse Kindertagesstätten
  • weitläufige Natur

Unsere Schülerschaft

  • Einzugsgebiet: Ortskern, Ortsteil Hohenholte und umliegende Bauernschaften (teilweise Kinder aus Billerbeck und Altenberge)
  • zurzeit 38 Migranten
  • Konfessionen: 216 katholisch, 71 evangelisch, 23 islamisch, 83 ohne Bekenntnis, 2 gr. orthodox, 5 sonstige

Lernstandserhebungen

VERA – vorderes Mittelfeld im Landesdurchschnitt

Fördermaßnahmen

  • DAZ (Deutsch als Zielsprache)
  • Förderunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund
  • LRS-Förderunterricht für die Kinder des 3. u. 4. Jahrgangs
  • Hausaufgabenbetreuung im Rahmen der OGS
  • individuelle Förderung durch unsere Sonderpädagogen

Förderverein

Etwa 190 Eltern der Elternschaft unterstützen die Schule durch regelmäßige Beiträge (Mindestbeitrag 12 €pro Jahr). Der Förderverein unterstützt die Schule bei der Schulhofgestaltung, bei der Ausstattung des PC-Raumes und bei Projekten. Wenn nötig, bezuschusst er bedürftige Schüler bei Klassenfahrten oder anderen Unternehmungen. Des Weiteren bringt er sich bei verschiedenen schulischen Aktionen wie z. B. bei Sponsorenläufen, Autorenlesungen, Schulfesten, Flohmärkten, Kinderdisco etc. ein.

Ausstattung des Gebäudes

  • s. Lageplan
  • Schulküche
  • Werkraum
  • Leseoase
  • Musikraum
  • Aula mit Bühne
  • Lernstudio mit sozialpädagogischer Fachkraft
  • Schulmuseum
  • Filmraum
  • 2 Klassen mit angeschlossenen Förderräumen
  • 1 Fachraum zur gemeinsamen Nutzung der Anne-Frank-Gesamtschule
  • 3 Material- und Medienräume
  • PC-Raum mit 14 Schülerplätzen und 1 Lehrerplatz inkl. Beamer
  • Datenserver
  • jeweils 2 Computer in den Klassen, 2 Lehrer-PCs im Lehrerzimmer
  • Internetzugang in den meisten Klassen
  • 8 OHPs, 1 Kopierer, 1 Laptop, 1 Beamer, 2 DVD-Player
  • fahrbare, höhenverstellbare Kreidetafel in jeder Klasse
  • sanitäre Anlagen, eine barrierefreie Toilette
  • Hausmeisterraum
  • Sekretariat/ 2 Schulleiterzimmer
  • Lehrerzimmer
  • Fluchtwegkennzeichnung auf den Fluren

Räume des Schulgebäudes

  • siehe Screenshot des Schulgeländes (Quelle: Google Maps)
  • ausgewiesene Lehrerparkplätze fußläufig erreichbar
  • kein Parkraum am Gebäude für Lehrer, Besucher und Eltern
  • Gestaltung der Schulhöfe unter Berücksichtigung ökologischer, spielerischer und schülergerechter Gesichtspunkte
  • Mehr als die Hälfte des Schulhofes ist asphaltiert. Auf der gesamten Fläche befinden sich diverse Spielmöglichkeiten (Erlebnisparcours, Kletterspinne, Nestschaukeln, Rutsche, Fußballfläche, Turnstangen, Sandkästen, Hinkelkästchen, Tischtennisplatten, Balltrichter etc.)
  • Der Schulhof ist teilweise zu den Nachbargrundstücken hin eingezäunt und verfügt über fünf offene Zugänge (Diese werden auch vormittags von Passanten zu Fuß und mit dem Fahrrad genutzt).

Personelle Ausstattung

  • 27 Lehrerinnen und Lehrer
  • 1 Sozialpädagoge
  • 2 Förderschullehrer, einsetzbar in allen Förderschulschwerpunkten
  • 1 Integrationskraft
  • 1-2 Lehramtsanwärter pro Ausbildungszeitraum
  • 1 Sekretärin
  • 1 Hausmeister
  • 1 Schulhund
  • in der OGS: Erzieherinnen, Bufdi

Außerschulische Lernorte

  • Musikschule
  • Bücherei
  • Biologisches Zentrum in Lüdinghausen
  • Sandsteinmuseum
  • Baumberge inkl. Steinbruch und Steinmetzbetrieb Fark
  • Münster: Zoo, Stadttheater, Museen, Westfälische Nachrichten, …..
  • Naturzoo Rheine
  • Wasserburgen
  • Bürgerpark
  • Regenrückhaltebecken
  • Feuerwehr
  • Sportplatz
  • Freibad
  • Heimatverein
  • Haus Sudhues
  • Kläranlage

Schulprofil – Schwerpunkt Musizierklassen

Ziel dieses seit 2010 bestehenden Projektes ist die gezielte Förderung musikinteressierter Kinder der ersten und zweiten Jahrgänge. Die Eltern melden ihr Kind verbindlich für 2 Jahre in der Musizierklasse an, die sich dann als Klassenverband etabliert.

Erstes Schuljahr

Im ersten Schuljahr erhalten die ca. 25 Kinder 2 Unterrichtsstunden Musik pro Woche: 1 Stunde bei einer Lehrkraft der Grundschule und 1 Stunde bei einer Lehrkraft der Grundschule sowie einem Fachdozenten für Kinderstimmbildung. Die konzeptionelle Planung übernehmen Musikschule und Grundschule gemeinsam. Das erste Musizierklassenjahr kann als Basisjahr mit Kinderstimmbildung, Solmisation, Rhythmik, Instrumentenkunde, Instrumentenkarussell und Themen des regulären Lehrplans bezeichnet werden.

Zweites Schuljahr

Im zweiten Schuljahr erhalten die Kinder 3 Stunden Musikunterricht pro Woche: 1 Stunde bei einer Lehrkraft der Grundschule mit Themen des Lehrplans, erweitert um die Schwerpunkte Rhythmik und Solmisation, 1 Stunde zusammen mit einem Fachdozenten für Kinderstimmbildung mit dem Schwerpunkt Solmisation, 1 Instrumentalstunde in Kleingruppen (4-5 Kinder) bei einem Pädagogen der Musikschule sowie 1 Stunde Klassenorchesterunterricht bei zwei Dozenten der Musikschule / Grundschule (im 2. Halbjahr). 

Das Klassenorchester probt ab Beginn des zweiten Halbjahres der zweiten Klasse, unterteilt in die beiden Gruppen B-Instrumente (Trompeten / Klarinetten) und C-Instrumente (Blockflöten / Violinen / Gitarren). Nach ca. 8 Wochen werden die beiden Gruppen zusammengeführt. Die Dozenten setzen die Lieder und Melodien in günstige Anfängertonarten – unisono und mehrstimmig.

Die Instrumentenwahl für die zweite Klasse erfolgt beim Instrumentenkarussell, am Ende der ersten Klasse. Die Zuteilung wird nach Erst-, Zweit- oder Drittwunsch vorgenommen. Die Musikschule stellt geeignete Kinderinstrumente leihweise zur Verfügung wie z.B. Kinder-Klarinetten, Kinder-Gitarren, Taschentrompeten oder 1/8- bzw. ¼-Geigen. Die Musizierklasse dauert bis zum Ende der zweiten Klasse und wird mit einem öffentlichen Klassenkonzert vor den Sommerferien beendet. Der Instrumentalunterricht kann nach den beiden Jahren in der Musizierklasse als Einzelunterricht an der Musikschule fortgesetzt werden. Oft sogar bei der bereits vertrauten und geschätzten Lehrkraft. 

Das Modell Musizierklasse erfreut sich unter den Grundschülern großer Beliebtheit, denn der Gruppenunterricht kann in dieser Altersgruppe (6-8 Jahre) sehr spielerisch und erlebnisreich gestaltet werden. Die Kinder lernen voneinander, helfen und motivieren sich gegenseitig. Sie lernen aufeinander zu hören, sich zu konzentrieren und Rücksicht zu üben. Sie fühlen sich in „ihrer“ kleinen Instrumentalgruppe frei und sicher. Zwischen den Kindern und „ihrem“ Musikpädagogen entwickelt sich oft ein vertrauensvolles Verhältnis. Die Schüler lieben das.

Ensemblespiel in den Kleingruppen und in dem großen Musizierklassenorchester. Sie identifizieren sich mit "ihrer" Musizierklasse (Zitat einer Schülerin: "Ich bin Musizierklasse! Und du?") Und die Erfahrung hat gezeigt, dass sich das früh erlernte und als selbstverständlich empfundene Zusammenspiel positiv auf die Motivation der Kinder auswirkt. Das Gemeinschaftserlebnis und die Gruppenzugehörigkeit stehen dabei zunächst im Mittelpunkt. Zudem empfinden die Kinder es als spannend, einen Teil des Unterrichtes in der besonderen Lernatmosphäre einer Musikschule zu verbringen. Die Identifikation mit dem Freizeitort Musikschule findet entsprechend früh statt und prägt die Persönlichkeit der Kinder.

Musikalische Optionen ab dem dritten Schuljahr

Im dritten Schuljahr haben alle Kinder die Möglichkeit, aus dem praktischen Musikangebot zu wählen. Ab der dritten Klasse öffnet sich dieses für alle Kinder, besonders für diejenigen, die zu Beginn der Grundschulzeit nicht für die Musizierklasse angemeldet waren. Man hat sehr darauf geachtet, keine einseitige „Elitenbildung“ herbeizuführen. Kein Kind muss ab der ersten Klasse an den Musikangeboten teilnehmen, um im Laufe der Grundschulzeit in einer Gruppe musikalisch mitwirken zu können oder zu dürfen. Die verschiedenen Angebotszeitpunkte sind so gestaffelt, dass jedes Kind während der Grundschulzeit immer wieder mit den Angeboten in Berührung kommt. So findet z.B. die Instrumentenkunde einmal jährlich für Kinder des gesamten dritten Schuljahres statt. Die Kinder bekommen im Proberaum der Musikschule von mehreren Instrumentalpädagogen das gesamte Instrumentarium vorgestellt: Die Streich- und Tasteninstrumente, die Holz- und Blechblasinstrumente sowie das komplette Schlagwerk. Musikunterricht wird in dieser 60-minütigen Unterrichtsstunde mit allen Sinnen hör- und erlebbar. Die Kinder können Fragen stellen und sich mit den Instrumentallehrern unterhalten. Und dies im Rahmen des regulären Musikunterrichtes, am Schulvormittag. Die Kinder im Grundschulalter sind in einer idealen Entwicklungsphase, um ein Orchesterinstrument zu erlernen und meist auch sehr neugierig und begeisterungsfähig. Schüler, die man in dieser Altersgruppe gewinnen kann, wachsen in Havixbeck häufig mitten im Musikschulleben und in den Orchestern der jeweiligen Altersstufe bestens integriert auf. Sie fühlen sich nicht selten bis ins Erwachsenenalter mit „ihrer“ Musikschule eng verbunden. Bei der Instrumentenkunde ist der erste Kontaktaufbau zu den Schülern entscheidend. Die Schüler und Lehrer der Grundschule zeigen sich beim ersten Musikschulbesuch oft überaus begeistert für diese erlebnisreiche und praxisorientierte Musikstunde hinter den Mauern der bisher eher unbekannten Musikschule. Die verschiedenen Angebote und Fächer werden zum Teil erstmals wahrgenommen und stoßen meist auf große Akzeptanz. 

Kinder, die an der Instrumentenkunde teilgenommen haben, werden mit einem Info-Flyer persönlich zur „öffentlichen Freitags-Schnupperstunde“ in der Musikschule am folgenden Wochentag eingeladen. Dort haben sie die Gelegenheit alle Instrumente auszuprobieren. Jugendliche des „Jugendorchesters Havixbeck“ stellen in direktem Kontakt mit Kindern und Eltern „ihr“ Orchesterinstrument vor. Die Neulinge spüren die Begeisterung und können die alten Hasen zu deren Instrumenten und Orchestererfahrungen befragen. Die jugendlichen Orchestermusiker wirken als Vorbild für die Grundschulkinder. Der Musikschulleiter und seine Stellvertreterin stehen während der „Schnupperstunde“ zur individuellen Beratung zur Verfügung.

Zur Weiterführung des Unterrichtsfaches Kinderstimmbildung entwickelte sich für Kinder ab der dritten Klasse der Grundschulchor – zunächst nur mit 8-10 Kindern. Inzwischen ist der Chor allerdings auf 30 Kinder angewachsen. Als musikalisches Zusatzangebot probt der Chor immer freitags, in der fünften Stunde, nach dem offiziellen Unterrichtsschluss aller Klassenstufen. Geleitet wird der Chor von einem Dozenten für Kinderstimmbildung. 

Das im November 2015 gegründete Grundschulorchester hat sich ebenfalls aus dem Musizierklassen-Modell der vergangenen Jahre entwickelt. In diesem Orchester können Schüler ab dem dritten Schuljahr mitwirken. Es ist für alle Kinder offen, die qualifizierten Instrumentalunterricht genießen – jedoch nicht nur für Kinder der ehemaligen Musizierklassen. Das ist eine überaus wichtige Komponente dieses neuen Ensemble-Angebots. Im Grundschulorchester werden daher auch alle Instrumente zugelassen. Das Ensemble besteht mittlerweile aus 25 kleinen Musikern der dritten und vierten Klassenstufen und steht unter der Leitung eines Pädagogen der Musikschule, in Zusammenarbeit mit einer Musiklehrerin der Grundschule. Die Startfinanzierung für das Grundschulorchester wurde von der Sparkassenstiftung übernommen. Die Eltern zahlen einen halbjährlichen Teilnehmerbeitrag in Höhe von 30 Euro.

Für alle Klassenstufen: Die „Offene Ganztagsgrundschule“ in Kooperation mit der Musikschule

Die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) bietet ein Betreuungs- und Bildungsangebot nach Unterrichtsende, von 11.30 bis 16 Uhr. Nach dem Erledigen der Hausaufgaben haben die Kinder die Möglichkeit, im zeitlichen Rahmen der OGS ihre Hobbys in kooperierenden Vereinen wahrzunehmen. Durch dieses Angebot sollen Neigungen und Talente der Grundschulkinder gezielt gefördert werden. Auch die Musikschule stellt sich hier als Kooperationspartner zur Verfügung. Da sich die "OGS" Havixbeck in einem Sozialraum mit ländlicher Struktur befindet, können die Kinder ihre Freizeitaktivitäten in der Musikschule selbständig wahrnehmen. So kann ein Kind z.B. während der OGS zur benachbarten Musikschule gehen, um dort um 15.00 Uhr den Klarinettenunterricht zu besuchen. Durch die Beteiligung des außerschulischen Kooperationspartners entsteht eine zeitgemäße und sinnvolle Lernkultur. Einerseits profitieren die Kinder der Ganztagsschule von den attraktiven Förderangeboten, andererseits können die Vereine interessierte Kinder auch zu früheren Tageszeiten an ihren Freizeitangeboten teilhaben lassen.

Entwicklung

Die erste Kontaktaufnahme zwischen Musikschule und Grundschule erfolgte bereits im Jahr 2003 im Rahmen der praktischen Instrumentenkunde für alle Kinder des dritten Schuljahres. Im Laufe der weiteren Jahre entstand seitens der Leitungen von Musikschule und Grundschule allmählich der Gedanke, eine intensivere Kooperation einzugehen und ein Musiknetzwerk zwischen den beiden Bildungseinrichtungen zu schaffen. Der Name Musizierklasse ist in Anlehnung an die bereits bestehenden Bläserklassen der benachbarten Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck entstanden, die ebenfalls eine kooperierende Partnerschule der Musikschule Havixbeck ist. Der Begriff Musizierklasse wurde bewusst sehr allgemein gewählt, da es sich (besonders in der ersten Klasse) um eine breit angelegte musikalische Basisausbildung geht, sozusagen als eine Art.

Weiterführung der Elementaren Musikerziehung mit den Schwerpunkten Entdecken der eigenen Stimme und Rhythmik. Auf beiden Seiten gab es unter den verantwortlichen Lehrkräften zunächst unterschiedliche konzeptionelle Vorstellungen vom Musikunterricht im Modell Musizierklasse und auch unterschiedliche methodische Ansätze. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis sich die beiden neuen Partner Grundschule und Musikschule perfekt aufeinander eingespielt hatten. Das Konzept der Musizierklassen wurde über einen längeren Zeitraum entwickelt; es hatte Zeit zu reifen. Eine Erfahrung, die zeigt, dass solche Kooperationen manchmal nur vorsichtig und langsam entstehen können. 

Das Konzept Musizierklasse wurde schließlich im Ort bekannt gemacht und beworben. Musikschule und Grundschule haben die Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam betrieben. Die völlig neue Idee einer mit der Musikschule als Kooperationspartner vernetzten Musizierklasse als feste Klassengemeinschaft musste der Elternschaft erst einmal nähergebracht werden. So manche Eltern mussten erst von der Musikschularbeit, den damit verbundenen Bildungsgedanken, Fördermöglichkeiten und positiven sozialen Aspekten überzeugt werden. Auch die monatlichen Kosten einer Instrumentalausbildung spielen in vielen Familien eine große Rolle. Ebenso musste das Projekt Akzeptanz in den Kollegien der Musikschule und der Grundschule finden, damit eine gute und fruchtbare Form der Zusammenarbeit entstehen konnte. Das Konzept wurde in Lehrerkonferenzen vorgestellt und diskutiert. Zahlreiche musikschulinterne Vorstands- und Teamgespräche sowie schulische Eltern-Informationsabende gingen der Realisierung des Projektes voraus. Bei der Umsetzung des Projektes Musizierklasse war sowohl der Musikschulleitung als auch der Grundschulleitung eine realistische Gebührenkalkulation sowie eine stabile Gebührenstruktur wichtig: Der Instrumentalunterricht der Musizierklasse muss durch monatliche Elternbeiträge basisfinanziert und somit eine selbständige Grundfinanzierung gegeben sein. Durch eine finanzielle Förderung der Sparkassenstiftung Westmünsterland war darüber hinaus z.B. die Anschaffung einiger spezieller Kinder-Instrumente und Noten möglich. Der Förderverein der Baumberge Grundschule unterstützt zudem in finanziellen Notsituationen, z. B. wenn sich Familien den monatlichen Beitrag der Musizierklasse nicht leisten können.

Die bisherigen Ergebnisse der Musizierklasse sprechen für sich. Die Instrumentalpädagogen unterrichten ihre Gruppen sehr gerne und schätzen die gute Kommunikation mit den Kollegen der Grundschule. Über die Jahre wurde eine enorm große Anzahl an Kindern erreicht und dauerhaft für die Musik begeistert. Die Quote der Schüler, die nach den beiden Jahren des Reinschnupperns in die Welt der Musik an der Musikschule angemeldet werden möchte, ist mehr als gut (Erfahrungswert: 70-80%). Durch die enorme Musikbegeisterung vieler ehemaliger Musizierklassenkinder und auch weiterer Grundschulkinder, die z.B. durch die jährliche Instrumentenkunde zur Musik und ihrem Instrument gekommen sind, steigen die Anmeldezahlen an der Musikschule seit Beginn der intensiven Kooperationen stetig. Seit dem Jahr 2002 sind die Schülerzahlen der Musikschule von 350 auf insgesamt 900 Schüler angestiegen, und dies in einem Ort mit ländlicher Struktur und nur 12.000 Einwohnern! 

Das bis heute sehr erfolgreiche Musizierklassenmodell erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Im Schuljahr 2016/17 wurden erstmals mehr als 50 Anmeldungen für die neue Musizierklasse eingereicht, sodass von insgesamt vier ersten Klassen zwei mit jeweils 25 Kindern als Musizierklasse zustande kamen. Die Musizierklasse ist zu einem fest etablierten Angebot und musikalischem Aushängeschild der Baumberge Grundschule geworden – mit starker Präsenz im Ort. So treten die Musizierklassen, das Grundschulorchester und der Grundschulchor mittlerweile sowohl bei schulischen als auch kommunalen Veranstaltungen auf und zeigen ihr musikalisches Können der Öffentlichkeit, so z.B. in Gottesdiensten, bei Schul- und Klassenfesten, beim musikalischen Frühstück der jeweiligen Jahrgangsstufen, beim Musikschulfest, am Weihnachtsmarkt, an Seniorennachmittagen des Marienstiftes usw.

Besonderheit

Bei der Ideenfindung des ganz speziell auf Havixbeck zugeschnittenen Konzeptes der Musizierklasse, spielte die eingehende Analyse bereits bestehender und bekannter Musikmodelle in Schulen eine große Rolle (wie z.B. Jeki-Konzept, Monheimer Modell, Bonner Modell). Die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle wurden intensiv beleuchtet und ein ganz individuell auf Havixbeck zugeschnittenes Musizierklassen-Modell entwickelt, das den tatsächlichen Bedürfnissen, Möglichkeiten und auch Gegebenheiten in Havixbeck gerecht wird und die Kinder altersgerecht und angemessen an die Musik heranführt. Durch die einführenden Angebote Rhythmik, Kinderstimmbildung mit Schwerpunkt Solmisation sowie Instrumentenkunde sind die musikalischen Unterrichtsinhalte dem kindlichen Entwicklungsstand angepasst. Der Instrumentalunterricht wird ganz bewusst nicht ausschließlich im großen Klassenverband erteilt (wie so oft üblich), sondern zusätzlich auch in kleinen Instrumentalgruppen. So kann der Instrumentalpädagoge die Unterrichtssituation besser überblicken und individueller auf die Schüler eingehen. Der Unterricht ist schülerorientierter und effektiver, die Qualität somit besser. Mit bis zu 4 Stunden Unterricht wöchentlich wird der schulische Musikunterricht tatsächlich als vollwertiges Unterrichtsfach erteilt. Der gesamte Stundenplan wird dem musikalischen Angebot Musizierklasse angepasst – eine organisatorische Höchstleistung.

Finanzierung des Programms

Die finanzielle und organisatorische Abwicklung der Musizierklasse erfolgt über die Grundschule. Die inhaltliche bzw. fachliche Konzeption übernimmt die Musikschule, in Absprache mit der Grundschule. Die Instrumente werden ebenfalls von der Musikschule zur Verfügung gestellt und verwaltet. Die Kosten der Musizierklasse sollen möglichst durch Elternbeiträge gedeckt werden. Im 1. Schuljahr beläuft sich die Teilnahmegebühr pro Kind auf 15 Euro pro Monat, im 2. Schuljahr auf 20 Euro pro Monat (Jahresbeitrag 165 Euro bzw. 220 Euro für 11 Monate während des Schuljahres). Bei finanziellen Problemen einzelner Familien helfen der Sozialfonds der Musikschule, der Förderverein der Baumberge Schule und andere Institutionen aus Havixbeck weiter, so dass Kinder aus allen sozialen Schichten berücksichtigt werden können.

Schulinterne Konzepte

Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule ist nur auf der Grundlage eins gemeinsamen pädagogischen Konzeptes zu erfüllen. Dabei ist die gemeinsame Verantwortung aller an der Schule beteiligten Personen – also Lehrer und Eltern, Schüler, Kindergärten, weiterführende Schulen und andere Institutionen – für ein erfolgreiches Umsetzen des Konzeptes von besonderer Wichtigkeit. 

In den letzten Jahren wurde auf der Grundlage unseres Schulprogramms unsere Schule weiterentwickelt. Wir haben uns intensiv mit der Entwicklung eines Rechtschreiblernprozesses beschäftigt und diese Grundsätze in den Unterricht integriert. Wir haben ein Medienkonzept entwickelt, um auch hier den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden. Wir haben verschiedenste Beobachtungsbögen für den Unterricht entwickelt. Sie ermöglichen präzise und differenzierte Einschätzungen und erleichtern die Präzisierung von Förderplänen. Bei der Hinführung zur Offenen Ganztagsschule entstand in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein differenziertes Ganztagskonzept. Bei den Überlegungen zur Schuleingangsphase wurden intensive Diskussionen geführt. So entstand in Übereinstimmung aller Gremien ein Konzept für die Schuleingangsphase, welches auf die Gegebenheiten in unserer Schule besondere Rücksicht nimmt.

Friedliches Miteinander

“Frieden bedeutet nicht Schwäche, und es bedeutet nicht die einfache Abwesenheit von Krieg. Es bedeutet innere Harmonie und starke Individualität, eine vollständige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Verantwortung für die Welt und die Verwaltung ihrer Ressourcen. Frieden beinhaltet Respekt vor der Würde und Einzigartigkeit des Menschen, auf der Grundlage, die Rechte für alle zu schützen und zu verteidigen.”
Maria Montessori

Die Wörter Frieden und Friedenserziehung werden oft mit sanften, netten, heimeligen Dingen assoziiert. Einige stellen sich darunter vor, dass einfach das Raue geglättet und das Harte unter den Teppich gekehrt wird. Das hat jedoch mit Friedenserziehung wenig zu tun, wie Maria Montessori richtig gesagt hat. 

Frieden bedeutet vielmehr eine aktive, erwartungsvolle innere Einstellung. “Frieden lernen” vermittelt den Kindern, selbstbestimmt, verantwortlich und fürsorglich zu sein. 

In der Friedenserziehung werden die Kinder mit konkreten Instrumenten ausgestattet, die sie anwenden können, um selbstsichere, produktive und zufriedene Mitglieder unserer Gesellschaft werden zu können. Friedenserziehung ist kein isoliertes Unterrichtsfach, sondern wesentlicher Bestandteil des gesamten Lehrplanes.
Friedenserziehung bietet eine Grundlage, auf der sich Schüler, Lehrer und Eltern für die Erziehung und positive Entwicklung der Kinder einsetzen können.

Wir lernen von den Kindern, wie sie auch von uns lernen. Ihre Gedanken, Einsichten, ihr Humor sind unschätzbar für unsere Welt und unsere Entfaltung.  Es ist unerlässlich, ihnen zu zeigen, wie wichtig sie für die Schaffung und Aufrechterhaltung einer friedlichen Atmosphäre, einer friedlichen Schule sind.  Kinder wertzuschätzen, eröffnet uns die Möglichkeit, in ihre Welt einzutreten und das Erstaunen zurückzugewinnen, das sie noch haben.

Positive soziale Verhaltensweisen müssen vermittelt werden. Darum ist es eine Notwendigkeit und eine Priorität in der Erziehung geworden, unseren Kindern die Prinzipien des Friedenlernens aktiv zu vermitteln. Die Schule ist der Ort, wo dies am wirkungsvollsten umgesetzt werden kann, da alle Kinder die Schule besuchen und hier bereits im frühen Alter damit begonnen werden kann.

Kennzeichen einer friedvollen Schule

  • einheitliche und angewandte Problemlösungsstrategien
  • geübte Selbstdisziplin
  • klare Regeln und Konsequenzen
  • Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher Denk-, Lebens- und Handlungsweisen
  • Hilfsbereitschaft
  • Einfühlungsvermögen
  • Zugehörigkeit/Teamgeist
  • ein Gefühl der Sicherheit/Geborgenheit in der Schule
  • effektiver Unterricht, der Spaß macht
  • eine angenehme Lernatmosphäre

Was wir dafür tun, eine friedvolle Schule zu sein

  • wir reflektieren, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen
  • wie wir Fremde begrüßen und einführen
  • wie wir kommunizieren
  • wie wir Problemen begegnen und sie lösen
  • wie wir mit Konflikten umgehen
  • wie wir Emotionen ausdrücken
  • wie wir mit Zeitfragen umgehen
  • wie wir Erfolge würdigen
  • wie wir mit Misserfolgen umgehen
  • wie wir unseren Humor achten

Eine friedvolle Schule zeichnet sich dadurch aus, dass sie in all diesen Bereichen einen positiven Ansatz hat. Die aktive Vermittlung im Klassenzimmer und alltägliche Ereignisse werden genutzt, um unser Verhalten, unsere inneren Einstellungen und unsere Schwierigkeiten im täglichen Miteinander ins Bewusstsein zu rücken. Alle Lehrerinnen und Lehrer setzen sich dafür ein, eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts und Wohlwollens zu schaffen.

Integraler Tagesordnungspunkt in unseren regelmäßig stattfindenden Lehrerkonferenzen ist der Punkt “Besonderheiten bei Schülerinnen und Schülern”. Dies führt zu mehr Transparenz und klarer Kommunikation innerhalb des Kollegiums. Es werden im Team aktuelle Verhaltens- und Sozialschwierigkeiten erörtert, Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen und geprüft. Unser Kollegium arbeitet so eng zusammen, dass die schrittweise Umsetzung von “Frieden lernen” positiv verläuft. Eine gemeinsame Einstellung hinsichtlich sozialem Verhalten, Konfliktbewältigung, Disziplin und freundlichem Umgang erhöht deutlich die Wirksamkeit des Konzeptes. 

Eine friedvolle Schule entsteht nicht über Nacht, sondern obliegt einem ständigen dynamischen Prozess; einem Engagement, das von allen am Schulleben Beteiligten mitgetragen wird. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein Bewusstsein und Verständnis dafür zu entwickeln, was eine friedvolle Schule ist und warum wir sie brauchen.

Integration und Inklusion

Das Inklusionskonzept ist dem Schulprogramm als Anhang beigefügt.

Neue Medien

Digitale Medien und das Internet treten im Alltag unserer Grundschulkinder immer häufiger auf und sind aus ihrer Lebenswelt nicht mehr wegzudenken. Im Zusammenhang mit dem Medienkompetenzrahmen ergeben sich daraus auch für die Arbeit in der Schule neue Aufgaben für Pädagoginnen und Pädagogen. 

So sollen zum einen die digitalen Medien als Werkzeuge für die 5 Kompetenzbereiche (s. Medienkonzept unserer Schule) kennengelernt und für selbstbestimmtes Lernen genutzt werden. Zum anderen möchten wir als Schule die Schülerinnen und Schüler an einen sinnvollen, alltäglichen Umgang mit den neuen Medien heranführen, und mit ihnen sowohl die Chancen, aber auch die Gefahren, die das Internet bietet, erarbeiten. Die Kinder sollen in ihrem Alltag mit Medien in ihrer Teilnahme-, Reflexions- und Urteilskompetenz geschult und gestärkt werden. Auch in diesem Zusammenhang vermitteln wir die Werte und Normen, die zum Leitbild unserer Schule gehören. Ein freundliches und friedliches Miteinander soll und muss auch in den sozialen Medien stattfinden. 

Lernprogramme und Internet müssen daher sinnvoll und kritisch genutzt werden und können keinen Ersatz darstellen für den handelnden Umgang mit den Dingen aus der Lebenswelt der Kinder. Zu einer altersgemäßen Medienkompetenz gehören unserer Meinung nach

  • der bewusste und sinnvolle Umgang mit den neuen Medien und dem Internet
  • der respektvolle Umgang miteinander auch in den Netzwerken, die kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Cybermobbing u.ä.
  • die Nutzung von Lernsoftware, die den individuellen Lernprozess unterstützt
  • die Informationsbeschaffung aus dem Internet
  • das Präsentieren von Arbeiten und Recherchen
  • die Überarbeitung und Gestaltung von Texten

Im Rahmen des Medienentwicklungsplans wird unsere Schule mit einem stabilen Server und neuen Geräten ausgestattet. Die Klassenräume erhalten je ein bis zwei Laptops, die im gegenseitigen Austausch auch zu Gruppenarbeiten von mehreren Klassen genutzt werden können. Darüber hinaus werden vier Klassenräume mit einem Beamer und einem iPad ausgestattet, so dass Arbeitsergebnisse visualisiert oder Lernvideos gezeigt werden können. 

Unser PC-Raum erhält 15 neue Mini-PCs. Hier kann u.a. gemeinsam am Internet-ABC oder am Medienpass NRW (s. dazu Medienkonzept) gearbeitet werden.

Unser ausführliches Medienkonzept finden Sie im Anhang des Schulprogramms. 

Darin finden sie Ziele unseres Konzeptes, eine Auflistung von Umsetzungsmöglichkeiten in den einzelnen Unterrichtsfächern, ein Praxisbeispiel für die Arbeit mit den iPads im Sachunterricht, sowie Informationen zu Kooperationspartnern.

Vetretungskonzept

In der Grundschule sollte mit Bezug auf VV zu § 57 Abs. 1 SchuLG – im Sinne einer Unterrichtsgarantie – oberstes Ziel sein, dass ein Kind stets nach dem geltenden Stundenplan aus der Schule nach Hause kommt. An unserer Schule greifen folgende Maßnahmen zur Sicherstellung des Unterrichts:

  • Transparente und loyale Kommunikation zur Unterrichtsversorgung
  • Intensive Teamarbeit, um pädagogische und thematische Kontinuität zu ermöglichen. Genaue Dokumentation in jeder Klasse zur pädagogischen Situation, Vereinbarungen mit Eltern, Stand der Lernentwicklung der Kinder, geplante Veranstaltungen etc.
  • Kürzung zusätzlicher Angebote, z.B. AGs
  • Zusammenlegung kleiner Lerngruppen in bestimmten Fächern
  • Kürzung bei der äußeren Differenzierung, vorübergehende jahrgangsübergreifende Lerngruppenbildung
  • Kürzung des Unterrichts (falls unabdingbar) in den 5. und 6. Stunden, nicht in den Kernfächern
  • Klassenlehrerin erstellt zu Beginn des Schuljahres einen Gruppenplan, um eine Aufteilung in andere Klassen reibungsloser zu ermöglichen
  • Unterricht mit `offenen Türen` unter Beaufsichtigung von Bufdis o.ä., Voraussetzung: Einüben des selbständigen Arbeitens; Methodenschulung
  • Einsatz von Sonderpädagogen auch als Klassenleitung und anteilig im Fachunterricht

Unterricht

Die Baumberge-Schule hat für alle Fächer Arbeitspläne erstellt, die die Vorgaben der neuen NRW Lehrpläne (www.ritterbach.de) schulbezogen umsetzen. Sie beinhalten die fachbezogenen und fächerübergreifenden Vorhaben, die auf die Situation unserer Schule hin konkretisiert wurden. Eingeschlossen ist immer auch die Ausgestaltung des eingeräumten Freiraums.

Es wurden dabei Vereinbarungen getroffen, die für die Anpassung des Unterrichts an die Lernvoraussetzungen und Lernmöglichkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder und an die Rahmenbedingungen unserer Schule erforderlich sind. Prinzipien des umfassenden Förderns und Forderns aller Schülerinnen und Schüler wurden dabei in besonderer Weise berücksichtigt.

Dazu gehören auch Vereinbarungen, die die fächerübergreifende Koordinierung des Unterrichts bei gemeinsamen Unterrichtsvorhaben und Projekten sowie eine erweiterte Mitwirkung der Eltern betreffen.

Gemäß dem Klassenlehrerprinzip übernimmt die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer möglichst den überwiegenden Teil der Unterrichtsstunden. Die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund (DaZ) erfolgt je nach Bedarf zusätzlich und individuell.
Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Frontalunterricht, Wochenplan, Freie Arbeit, Stations- und Werkstattunterricht, sowie Projektlernen sind fest verankerte Formen des Unterrichts.

Tägliche Rituale sowohl im Schulgebäude (Motto des Monats) als auch im Klassenzimmer (Morgenkreis, gemeinsames Frühstück, Geburtstage, Klassendienste, etc.) geben den Kindern Sicherheit und Orientierungshilfen und sorgen für einen geborgenen Lebensraum Schule.

Ausbildung von Lehramtsanwärtern/-innen

Die Baumberge-Schule bildet in jedem Schuljahr 1 bis 2 Lehramtsanwärter/-innen aus. Das Zentrum für schulpraktische Ausbildung (ZfsL) in Münster ist für eine gleichmäßige Zuweisung an die Ausbildungsschulen sowie für den theoretischen Teil der Ausbildung verantwortlich. 

In der Ausbildung erwerben die Lehramtsanwärter/-innen Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen des Lehrerberufes, wie z.B. die Planung und Durchführung des Unterrichts, Schülerbeurteilungen, Notengebung, Zeugniserstellung, Elternzusammenarbeit, und vieles mehr. 

Ausgangspunkt allen verantwortlichen Lehrerhandelns ist die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt auch in ihren interkulturellen, genderbezogenen, begabungsdifferenzierten, sozialen und behinderungsspezifischen Ausprägungen. Lehrerinnen und Lehrer aller Lehrämter in allen Schulformen

  • nutzen die gegebene Vielfalt als Potenzial für bildenden und erziehenden Unterricht in enger Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie anderen Professionen und Einrichtungen
  • wirken am Aufbau geeigneter Strukturen und Verfahrensweisen im Umgang mit Vielfalt in Schule und Unterricht mit und entwickeln ein entsprechendes Professionsverhalten
  • erkennen Barrieren für Teilhabe am Lernen sowie Gefahren der Diskriminierung; tragen dazu bei, dies abzubauen und gestalten Lernen für alle Lernenden
  • berücksichtigen die individuelle Entwicklung in der deutschen Sprache aller Schülerinnen und Schüler
  • planen und gestalten herausfordernde Lernsituationen für alle Lernenden
  • berücksichtigen die individuelle Entwicklung der deutschen Sprache aller Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit auch in multilingualen Kontexten; wertschätzen Mehrsprachigkeit sowie kulturelle Vielfalt und fördern Sprachbildung in allen Fächern und Fachrichtungen
  • setzen Medien und Kommunikationstechnologien lernförderlich und zur Sicherung von Teilhabe ein
  • nutzen die Chance der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Während der gesamten Ausbildungszeit werden die Lehramtsanwärter/-innen von einer Ausbildungskoordinatorin sowie von Mentor/-innen in den jeweiligen Fächern betreut. Die Ausbildung umfasst in der Schulpraxis 14 Wochenstunden, von denen 9 Stunden ein Jahr lang bedarfsdeckend erteilt werden müssen.

Zusammenarbeit Elternhaus–Schule

Der oberste Grundsatz gut funktionierender Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule lautet gegenseitiges Vertrauen.  

Eltern und Lehrer haben ein Ziel: Das Wohl der Kinder!
Das gemeinsame Ziel ist das Wohlergehen und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, aber auch das frühzeitige Erkennen und Gegensteuern von Fehlentwicklungen. Elternmitwirkung findet grundsätzlich auf drei Ebenen statt:

  1. offizielle Mitwirkungsgremien
  2. aktive Mitarbeit in Arbeitskreisen
  3. Mitwirkung bei Festen und Feiern sowie außerunterrichtlichen Veranstaltungen

Offizielle Mitwirkungsgremien

  • Klassenpflegschaft (alle Eltern einer Klasse)
  • Schulpflegschaft (Vorsitzende der Klassenpflegschaft)
  • Schulkonferenz (6 gewählte Eltern + 6 gewählte Lehrer)

Die Eltern der Erstklässler werden zu Beginn der Schulzeit durch die Schulleitung und die/den Schulpflegschaftsvorsitzende/n über die Mitwirkungsmöglichkeiten und die entsprechenden Gremien informiert. 

Eltern sollten ihre Rechte und Chancen zur Bereicherung des Schullebens nutzen. Dies fördert die gute Zusammenarbeit mit der Schule und führt zu einem Klima der Offenheit und des Vertrauens. Schule und Elternhaus sollten eine Erziehungspartnerschaft bilden. 

Wir begrüßen und unterstützen das Engagement der Eltern, schaffen Transparenz in allen schulischen Belangen und sind offen für Gespräche und Anregungen. 

Elternmitarbeit findet aber nicht nur in den offiziellen Gremien, sondern in täglicher Arbeit vor Ort statt. Für wichtige Projekte und Vorhaben wird ein gemeinsames Konzept zur Durchführung erarbeitet und umgesetzt. Die berufliche und soziale Kompetenz der Eltern ermöglicht es in vielfältiger Weise, Projekte auf den Weg zu bringen und ggfs. dafür Sponsoren zu gewinnen. Beispiele für Elternmitarbeit sind:

  • Schulhofgestaltung
    Eltern und Lehrer beteiligen sich an der Realisierung des Wallprojektes, schaffen mit Hilfe des Fördervereins Spielgeräte an, bemalen regelmäßig die Spielflächen
  • Tablets
    Eltern schaffen einen Klassensatz Ipads an, der in vielen Fächern sowie auch individuell im Forder- und Förderunterricht eingesetzt wird
  • Zirkus Baumbelli
    Bei dem alle vier Jahre stattfindenden Zirkusprojekt beteiligen sich viele Eltern bei der Planung, Durchführung und Evaluation des Projektes
  • Aktion Kleiner Prinz
    Eltern packen in der Vorweihnachtszeit zusammen mit ihren Kindern kleine Päckchen für bedürftige Kinder in Rumänien
  • Sponsorenlauf
    Eltern sorgen beim alle 2 Jahre stattfindenden Sponsorenlauf für das leibliche Wohl der Kinder
  • Bundesjugendspiele
    Eltern helfen aktiv bei der Durchführung des jährlich im Sommer stattfindenden Festes für die Jahrgänge 2 bis 4 mit
  • Radfahrausbildung
    Eltern begleiten die kleinen Gruppen in den praktischen Übungseinheiten

Des Weiteren sind Eltern bei Klassenfahrten, Klassenfesten, Schulfesten und weiteren außerunterrichtlichen Veranstaltungen aktiv.

Fortbildungskonzept

Erhalten Sie hier ausführliche Informationen zu dem .

Schülermitwirkung - Schülerparlament

Grundsätze 

Ein Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, Kindern ihre Rechte mitzuteilen; ihnen Beteiligungsformen näherzubringen und sie zu selbständig handelnden Menschen zu erziehen. Um dieses Erziehungsziel zu verwirklichen, wird Partizipation in dieser Hinsicht verstärkt zum Leitthema. Schülerdemokratie soll erfahrbar sein! 

Für die Zielsetzung der pädagogischen Erziehung bedeutet dies:
Das Erlernen von selbstbestimmtem Handeln, die Befähigung zur Artikulation eigener Interessen, Stärkung der Ich-Kompetenz, Erwerb und Ausbildung von Sozialkompetenz und Toleranz. Die Kinder sollen langfristig Zivilcourage entwickeln und Verantwortung für sich und andere übernehmen. 

Organisation 

Unsere Schülerinnen und Schüler praktizieren freie Meinungsäußerung und Mitbestimmung tagtäglich in ihren Klassen.   

In allen Klassen werden 2 Vertreter (Klassensprecher/-in und Stellvertreter/-in) gewählt. Im Klassenrat werden 1 Mal wöchentlich Fragen und Probleme der Klassengemeinschaft besprochen.   

Aktuelle Vorhaben oder Projekte, die die gesamte Schulgemeinschaft betreffen, werden darüber hinaus 2 Mal jährlich im Schülerparlament aufgegriffen und diskutiert (z. B. Einhaltung der Klassen- und Schulregeln). Am Schülerparlament nehmen die gewählten Klassensprecher aller Klassen von Jg. 1 – 4 teil und treffen sich zu einer „Konferenz“ im Lehrerzimmer. Vor jeder Parlamentssitzung wird in den Klassen besprochen, ob es Ideen und Vorschläge für Projekte oder auch Fragen oder Probleme gibt, die im Schülerparlament thematisiert, beraten oder beschlossen werden sollen. Die Schüler bringen zudem Ideen und Gestaltungsvorschläge für den Schulalltag (z. B. Schulhofgestaltung) ein, diskutieren und beschließen sie. 

Die Schulleitung sorgt dafür, das demokratische Lernen zu multiplizieren und weiterzuentwickeln. Sie stellt den Informationsfluss zum Kollegium und zum Schulträger her und initiiert zielführende Kommunikationsprozesse.

Schulordnung

Grundsätze und Vereinbarungen zum sicheren und friedlichen Zusammenleben an unserer Schule.

Grundsätze

  • Wir möchten, dass alle gerne zur Schule kommen.
  • Wir sind alle verschieden. Auch wenn jemand anders ist oder anders aussieht, gehört er zu uns.
  • Wir sind freundlich zueinander, helfen uns und vertragen uns.
  • Die stärkeren Kinder achten auf die Schwächeren.
  • Wir gehen vorsichtig mit allen Dingen um.

Verhalten auf dem Schulhof

  • Beim Klingelzeichen zum Beginn der Pause verlassen wir das Schulgebäude und bleiben während der Pause draußen.
  • Im Gebäude gehen wir ruhig und langsam. Auf dem Schulhof dürfen wir rennen, toben, spielen und laut sein.
  • Beim Spielen an den Spielgeräten wechseln wir uns ab.
  • Wir klettern nicht auf Bäume.
  • Jede Klasse darf mit einem weichen Klassenball auf dem Schulhof spielen.
  • Während der Schulzeit bleiben wir auf dem Schulgelände.
  • Wenn die roten Fahnen wehen, spielen wir auf den gepflasterten Flächen.
  • Beim Klingelzeichen am Ende der Pause gehen wir langsam in unsere Klassen. Dabei drängeln und schubsen wir nicht.

Verhalten bei Streitigkeiten

  • Wir tun uns nicht weh, auch nicht mit Worten.
  • Wenn mich jemand ärgert, kann ich mich so wehren:
    1. Ich gehe weg, ich höre weg.
    2. Ich spreche mit anderen.
    3. Ich hole einen Erwachsenen zu Hilfe.
  • Wenn Kinder sich streiten, sagen wir: „Stopp!“
  • Bei einer schlimmen Prügelei holen wir Hilfe.
  • Nach einem Streit entschuldigen wir uns.

Umgang mit Sachen

  • Wir gehen vorsichtig mit allen Dingen um.
  • Wenn wir uns etwas leihen möchten, fragen wir.
  • Auf unsere Spielgeräte und Sachen passen wir gut auf.
  • Wenn wir etwas kaputt gemacht haben, sagen wir Bescheid.
  • Wir halten auch die Toiletten sauber.

Nutzung mobiler Endgeräte

  • Mobile Endgeräte wie Smartwatches, Handys, Smartphones, Tablets dürfen mit zur Schule gebracht werden, bleiben aber während der Unterrichtszeit grundsätzlich ausgeschaltet und im Tornister verborgen.
  • Mobile Endgeräte können nach expliziter Aufforderung durch Lehrer/-innen für Unterrichtszwecke genutzt werden.
  • Mobile Endgeräte dürfen vor Verlassen des Schulgeländes/nach der letzten Unterrichtsstunde wieder angelegt bzw. aktiviert werden.
  • Diese Regelungen (Punkt 1-3) finden in konsequenter Fortführung auch Anwendung in der OGS (bis 16 Uhr)

Schullied

Am Fuß der Baumberge im flachen Münsterland,
gibt´s eine Schule nach den Baumbergen benannt.
Sie ist so riesengroß, man könnt sich glatt verlieren.
Doch du kannst sicher sein, das wird dir nie passieren 

Schieben, schubsen, meckern, finden wir ganz doof.
Und gibt es Ärger, Streit und Kloppe auf dem Hof.
Bleib einfach cool und sage: STOPP – das ist der Dreh. Denn auch mit Worten tut man auch dem anderen weh.   

Refrain:
Eine kleine feine Schulordnung hilft uns allen und tut nicht weh.
Und die fünf Finger an deiner Hand - die, zeigen dir den richtigen Dreh. 

Sprechgesang:

  1. Alle gehen gern zur Schule, Egon, Hinz und Kunz.
  2. Alle Kinder sind verschieden, doch jedes gehört zu uns.
  3. Freundlich zueinander sein, das ist doch gar nicht schwer.
  4. Der Starke achtet auf den Schwachen, das geht doch bitte sehr. Nun ist Ende im Gelände, nein Halt! Da fehlt noch was:
  5. Vorsichtig mit allen Dingen, dann macht´s doppelt Spaß.

Refrain:
Eine kleine feine Schulordnung hilft uns allen und tut nicht weh.
Und die fünf Finger an deiner Hand - die, zeigen dir den richtigen Dreh.

Musik und Text: Norbert Hankamp

Zusammenfassung Qualitätsanalyse (QA)

Zentrale Befunde

Eine wesentliche Aufgabe der Qualitätsanalyse besteht in der Benennung der zentralen Befunde, die der Schule Impulse für ihre Weiterentwicklung bieten. Die zentralen Befunde sind in zwei Bereiche aufgeteilt: die Darstellung der Stärken der Schule und das Aufzeigen der Handlungsfelder. Jeder Bereich wird durch ein entsprechendes Schaubild visualisiert.
Aus der Gesamtschau aller Aspekte ergibt sich das Bild einer Schule, die in den folgenden Bereichen besondere Stärken aufweist.

Eindrücke

  • Künstlerischer Schwerpunkt
  • Musikalischer Schwerpunkt
  • Reiches Schulleben 
  • Starke Kinder 
  • Hohes Engagement und Gutes Klima im Kollegium

Aspekte des Qualitätstableaus

  • Schulgebäude und Gelände
  • Lebensraum Schule
  • Lernumgebung/Lernatmosphäre
  • Führungsverantwortung
  • Zufriedenheit aller Beteiligten 

Das Qualitätsprüferteam erlebte die Baumberge-Schule in Havixbeck als einen Ort für Kinder, an dem es in besonderer Weise gelingt, Schule insgesamt als einen künstlerisch gestalteten, musisch orientierten, entwicklungsförderlichen Lern- und Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen.

Schul- und Lernkultur 

Das in den Jahren 1975 bis 1981 errichtete bzw. erweiterte und kontinuierlich renovierte attraktive Schulgebäude der Baumberge-Schule mit dem neuen kinderfreundlich gestalteten Gebäude des Offenen Ganztags, dem angrenzenden Schwimmbad und dem wunderschönen Schulgelände wirkt freundlich und sehr einladend. Ausstattung und Gestaltung unterstützen die pädagogische Arbeit in vorbildlicher Weise.

Entwicklungsziele und Arbeitsplanung

Eine wachsende Heterogenität erfordert gute und differenzierte Lern- und Trainingsspiralen, die Voraussetzung sind für eine wirksame Förder- und Integrationsarbeit. Nach Dr. Heinz Klippert sind die Gesetze des Lernens die gleichen wie früher, lediglich die Rahmenbedingungen haben sich verändert. 

Die allermeisten Schülerinnen und Schüler sind praktisch-anschaulich begabt und brauchen daher zum erfolgreichen Lernen vor allem eines: die praktische Lerntätigkeit, und zwar in möglichst großer Bandbreite. Sie brauchen vielseitige Lernangebote, Aktion und Interaktion, Selbständigkeit und Selbstvertrauen. 

Die Lerndisposition und die Rahmenbedingungen in den Klassen haben sich geändert. Dies kann dazu führen, dass Talente verkümmern und viele Schülerinnen und Schüler orientierungslos agieren. 

Das Gemeinsame Lernen im Klassenverband erfordert eine differenzierte Schülerqualifizierung, Schüleraktivierung und Vernetzung. Ziel ist eine erweiterte Selbsthilfekompetenz. Die Schüler müssen im Regelfall am gleichen Thema und mit den gleichen Basismaterialien arbeiten, aber dennoch differenziert. Prozessorientierte Differenzierung ist nach Klippert die Alternative zur lehrerseitigen Aufgaben- und Materialdifferenzierung. 

Das bringt Lehrkräfteentlastung und verstärkt die Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Für Klippert ist der Kern zeitgemäßer Förderarbeit die Rolle der Schüler als Miterzieher und Helfer. Um die Schüler nicht zu überfordern, müssen selbständiges Arbeiten und kooperatives Lernen trainiert werden. Mut machende Regeln, Rituale und Verlaufsstrukturen müssen entwickelt und eingeübt werden. Dies gilt besonders für schwächere, bzw. schwierige Schüler.
Qualifiziertes Miteinander- und Voneinanderlernen in wechselnden sozialen Formationen – das zeigt auch die Forschung – ist Voraussetzung und Garant für das Gemeinsame Lernen.

Nach Klippert ist die Lernspirale ein zentrales Förderinstrument zur Sicherung differenzierten Arbeitsunterrichts in den Fächern.
Was ist damit gemeint? 

Die Lernspirale ist nach Klippert ein lernpsychologisch und lerntheoretisch begründetes Instrument zur wirksamen Aktivierung und Vernetzung der Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht.  Die Schüler “bohren” sich – analog zum Spiralbohrer - in den jeweiligen Lernstoff ein.
Sie werden vielfältig aktiv: mal einfacher, mal anspruchsvoller, mal alleine, mal in Gruppen, mal arbeitsgleich, mal aufgabendifferenziert. Dies eröffnet den Kindern wechselnde Anschlussmöglichkeiten und differenzierte Lernzugänge. Durch prozessimmanente Differenzierung werden echte Mitmach-Chancen begünstigt. 

Die Schüler arbeiten in der REGEL am gleichen Thema, mit den gleichen Basismaterialien und sind somit immer wechselseitig vernetzbar. Sie sind als Helfer, Kontrolleure und Miterzieher ansprechbar. 

Wie ist eine solche Förderkultur in der Einzelschule realisierbar?

Die Hauptverantwortung für die Entwicklung dieser Förderkultur liegt zunächst bei den Lehrerinnen und Lehrern, insbesondere bei den Klassenleitungen. Sie müssen die notwendigen Lern- und Sozialkompetenzen aufbauen und die besagten Lernspiralen umsetzen. Trainingstage, Workshops, Lehrerkooperation, Elternarbeit und Fortbildungen müssen diesen Prozess begleiten und voranbringen. Hier sind die Schulleitungen gefragt. Nur wenn sie die Weichen stellen und Unterstützung gewährleisten, wird der Aufbau einer solchen Förderkultur gelingen. 

Ist diese Form der Förderarbeit nicht sehr aufwändig? 

Die Vorbereitung dieser Trainingsmaßnahmen bringt anfangs sicherlich eine gewisse Mehrarbeit für die Lehrkräfte mit sich.
Mittelfristig ist nach Klippert der Mehraufwand jedoch eher minimal, da sich bei den engagierten Lehrpersonen schon bald Routinen, Methoden und Materialstocks aufbauen werden.
Im Unterricht selbst tritt die Lehrerentlastung dann recht schnell ein. Die Schüler gewinnen schon bald an Selbständigkeit, Lerndisziplin, Methodenbeherrschung und Teamfähigkeit.

Fortbildungskonzept

Ziel und Bedeutung von Fortbildung

Die Fortbildung dient der systematischen Qualitätsentwicklung. Die Bedeutung von Fortbildung ist vor allem darin zu sehen, über Informationen und neue Ideen von außen eine individuelle und kollegiumsbezogene Anregung, Bereicherung und Weiterentwicklung zu erfahren. Im engeren Sinne könnte eine Kompetenzentwicklung diesen Aspekten dienlich sein:

  • Konzeptfindung
  • Profilfindung
  • Kennenlernen neuer pädagogischer Ansätze
  • Konkrete Hilfen für den Unterricht
  • Erreichen eines gleichen Wissensstandes

Neben externen Impulsen ist auch der schulinterne Erfahrungsaustausch als Quelle der individuellen und gruppenbezogenen Anregung und Bereicherung zu beachten.

Übersicht Fortbildungskonzept

Rechtliche Grundlagen

  • Basisbudget (Kalenderjahr)
    Im Basisbudget sind die Mittel für Reisekosten für Schulfahrten sowie die Mittel für SCHiLF enthalten
  • Bewirtschaftung
    Die Bewirtschaftung des Basisbudgets unterliegt der Schulleitung gem. § 43 Abs. 4 Nr. 3NSchG
  • Grundsätze der Bewirtschaftung
    Die Schulleitung agiert dabei nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit
  • Wer entscheidet über die Ausgaben im Basisbudget?
    Die Schulleiterin bewirtschaftet das Budget.

Bedarfsermittlung

  • Die Fortbildung ist am Schulprogramm, am Qualitätskonzept und an den Verbesserungsmaßnahmen aus der Selbstevaluation bzw. der Schulinspektion orientiert.
  • Fortbildungen werden auf der Grundlage einer Bedarfsermittlung im Fortbildungsplan für einen bestimmten Zeitraum verankert.
  • Im Fortbildungsplan wird die Finanzierung aus dem Schulbudget nach Kalenderjahr festgeschrieben.
  • Die Teilnahme an SCHILF ist verpflichtend.
  • An der Info-Tafel: Fortbildung wird aktuell über Angebote informiert.
  • Fortgebildete Lehrkräfte verpflichten sich zu einer zeitnahen Multiplikation (>> Multiplikationsvereinbarung).
  • Der Tagesordnungspunkt „Fortbildung“ ist regelmäßiger Bestandteil der Dienstbesprechungen.

Vorgehensweise

Zum Ende eines jeden Schuljahres wird der Fortbildungsbedarf des kommenden Schuljahres über einen Fragebogen ermittelt.

Der Qualifizierungsbedarf zur Weiterentwicklung der Schule entsteht aus

  • den Zielen der Schule (Leitbild, Schulprogramm),
  • aus der aktuellen Unterrichtspraxis (z. B. Methodentraining, Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung)
  • durch aktuelle Projekte und Vorhaben (z. B. Streitschlichter)
  • aus Evaluationsergebnissen und Rückmeldungen der Schulinspektion
  • aus besonderen Problemen der Schüler (z. B. ADHS, LRS)
  • Vorgaben (z. B. Kerncurricula)

Grundsätzlich wird zwischen der Fortbildung einzelner Kollegen oder des Teilkollegiums und der Fortbildung des ganzen Kollegiums (SCHILF) unterschieden. Fortbildungswünsche können die Lehrerkonferenz und die Fachkonferenzen anmelden. Darüber hinaus bestehen im Kollegium individuelle Fortbildungswünsche. Der Weg der Erfassung solcher individuelleren Fortbildungswünsche geht von der Annahme aus, dass sich Lehrerinnen und Lehrer Fortbildung für die Themen wünschen, in denen sie ihre Handlungskompetenzen erweitern oder auch neue Kompetenzen erwerben wollen, um geänderten schulischen Anforderungen besser genügen und Probleme in kritischen Feldern besser bewältigen zu können. Das Kollegium wird kontinuierlich von der Fortbildungsbeauftragten über aktuelle Fortbildungsmaßnahmen und -angebote informiert. Diese werden an der Info-Tafel Fortbildung ausgehängt.

Info-Tafel Fortbildung

Die Schulleiterin und die Fortbildungsbeauftragte informieren über Angebote der regionalen Lehrerfortbildung und Fremdanbieter. Sie sind für die Info-Tafel verantwortlich. Sie sammeln, sichten und prüfen alle Angebote. Die Angebote werden am Schulprogramm, am Fortbildungsplan und an den individuellen Wünschen gespiegelt. 

Die Ergebnisse der Bedarfsermittlung werden in einem Fortbildungsplan festgelegt.

Fortbildungsplan (Beispiel)

Beispiel eines Fortbildungsplanes

Der Fortbildungsbeauftragten obliegt es nun, Fachkompetenzen für schulinterne Fortbildungsangebote zu sichten sowie externe Referenten/Moderatoren zu organisieren.

Organisation

  • Schulexterne individuelle Fortbildungen werden auf dem Dienstweg beantragt.
  • Die Schulleiterin genehmigt diese nach Fortbildungsplan, Budgetmittel und dienstlichen Belangen. Ausschlaggebend zur Bewilligung einer Fortbildung ist, dass diese der gesamten Weiterentwicklung der Schule zu Gute kommt.
  • Wird ein Fortbildungsantrag abgelehnt, kann der Fall an die sogenannte Clearingstelle (bestehend aus der Schulleiterin, der Fortbildungsbeauftragten, dem Personalrat, der Gleichstellungbeauftragten) zur Überprüfung weitergeleitet werden
  • Individuelle Fortbildungen von Lehrkräften in der unterrichtsfreien Zeit werden angezeigt und die Teilnahme in der Akte dokumentiert.
  • Über Themen aus Fortbildungen kann auf Dienstbesprechungen und / oder Fachkonferenzen berichtet werden (vgl. Multiplikationsvereinbarung)

Dokumentation und Evaluation

Die Teilnahme an Fortbildungen wird in der Personalnebenakte der Lehrkräfte dokumentiert. Außerdem werden Kopien der Teilnahmebescheinigungen in einem Fortbildungsordner gesammelt, sodass ein Überblick über bisher erfolgte Qualifizierungsmaßnahmen gewährleistet ist. 

Jede Lehrkraft füllt eine Multiplikationsvereinbarung aus, derzufolge sie entweder in einer kommenden Dienstbesprechung bzw. Fachkonferenz von der besuchten Fortbildung berichtet oder eine kurze schriftliche Zusammenfassung für den Fortbildungsordner erstellt. Die Fortbildungsbeauftragte führt ein Fortbildungskataster (-übersicht) für das laufende Kalenderjahr, in dem die besuchten Fortbildungen dokumentiert werden.

Der Fortbildungsplan wird nach Ablauf des Schuljahres mit Hilfe eines Fragebogens evaluiert.

Ablauf Fortbildung

Einbindung der Fortbildung in die schulische Qualitätsentwicklung:

Übersicht Einbindung der Fortbildung in die schulische Qualitätsentwicklung

Fortbildungsgrundsätze

  • Die Fortbildung ist am Schulprogramm, am Qualitätskonzept und an den Verbesserungsmaßnahmen aus der Selbstevaluation bzw. der Schulinspektion orientiert.
  • Fortbildungen werden auf der Grundlage einer Bedarfsermittlung im Fortbildungsplan für einen bestimmten Zeitraum verankert.
  • Im Fortbildungsplan wird die Finanzierung aus dem Schulbudget nach Kalenderjahr festgeschrieben.
  • Die Teilnahme an SCHILF ist verpflichtend.
  • An der Info-Tafel: Fortbildung wird aktuell über Angebote informiert.
  • Fortgebildete Lehrkräfte verpflichten sich zu einer zeitnahen Multiplikation (>> Multiplikationsvereinbarung).
  • Der Tagesordnungspunkt „Fortbildung“ ist regelmäßiger Bestandteil der Dienstbesprechungen.

Fortbildungsplanung

  • Um die nachfrageorientierte Fortbildung zu stärken, erhebt die Fortbildungsbeauftragte zum Ende des Schuljahres den Fortbildungsbedarf der Schule.
  • Die Fachkonferenzen melden der Fortbildungsbeauftragten Inhalte, Zeitfenster und geschätzte Kosten der Fortbildungen.
  • Im Fortbildungsplan bereits festgelegte Fortbildungen haben Vorrang vor den übrigen Fortbildungen.
  • Schulinterne Fortbildungen haben Vorrang vor individueller Fortbildung.
  • Die Fortbildungsbeauftragte informiert über die bereits absolvierten Fortbildungsthemen mittels einer Übersicht.

Multiplikationsvereinbarung

Nach der Fortbildung beim Fortbildungsbeauftragten abzugeben.

Antrag auf Fortbildung

Inklusionskonzept

Klassenbildung

Alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf (diagnostiziert oder präventiv erfasst) sollten in einer Klasse unterrichtet werden. Diese Klasse wird in möglichst vielen Stunden durch einen der Sonderpädgogen (SoPäds) unterstützt. Wenn sich im Laufe der Schulzeit sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf bei einzelnen Schülern zeigt, ist nach Absprache ein Klassenwechsel möglich. Bei der Klasseneinteilung wird zudem Rücksicht auf den Wohnort und den Elternwunsch genommen, sofern dies möglich ist und pädagogischen Aspekten nicht entgegensteht. 

Unterstützt wird die Einrichtung der Schwerpunktklassen als Musizierklassen, um auch eine gezielte musikalische und motorische Förderung der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu ermöglichen. 

In den Schwerpunktklassen werden, wenn möglich, mindestens 4 Schüler weniger unterrichtet als in den anderen Klassen des Jahrgangs. Zumindest jedoch ist sie die kleinste Klasse des Jahrgangs. Maximal fünf der Schüler in der Schwerpunktklasse sind Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. 

Die Lerngruppe in den Schwerpunktklassen sollte, abgesehen von den Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, so homogen wie möglich gehalten werden. Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung werden auf die Klassen des Jahrgangs aufgeteilt. 

Die entsprechenden Schwerpunktklassen benötigen einen möglichst großen Klassenraum mit angrenzendem Nebenraum, oder in direkter Nähe zu einem der Differenzierungsräume. 

In den Schwerpunktklassen finden möglichst wenig Lehrerwechsel statt, um den Schülern eine Konstanz in den Bezugspersonen zu bieten. Um dies zu ermöglichen, findet in den Schwerpunktklassen möglichst viel Unterricht durch den Klassenlehrer statt. Die Bündelung der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf bietet neben der intensiven Förderung der Schüler auch die Möglichkeit einer kontinuierlichen, qualifizierten Beratung der Grundschullehrkräfte durch die Sonderpädagogen. Die Sonderpädagogen werden bei der Schulanmeldung ggf. mit einbezogen, um die Basisfertigkeiten einzelner Schüler zu überprüfen. 

Zudem wird von den Eltern bei der Schulanmeldung Einsicht in die Unterlagen vorschulischer Förderung erbeten, um ein möglichst umfassendes Bild über die zukünftigen Schüler zu erlangen. Die entsprechenden Unterlagen sollten vor der Klassenbildung vorliegen.

Personelle Bedingungen

Aktuell: 2 Sonderpädagogen (27 + 28 Std), 1 Dipl. Sozialpädagoge stundenweise zur Unterstützung.

Die SoPäds sind hauptsächlich für die ihnen zugeteilten Klassen (Schwerpunktklassen) verantwortlich. Darüber hinaus stehen sie allen Grundschullehrkräften als Ansprechpartner in Bezug auf Diagnostik, Fördermaßnahmen (planen und durchführen) und zieldifferente Arbeitspläne (erstellen und evaluieren) zur Verfügung.

Die Grundschullehrkräfte werden jeweils durch EINEN SoPäd unterstützt. Die SoPäds beraten sich und sprechen sich hinsichtlich der Förderschwerpunkte ab.

Räumliche und materielle Bedingungen

Aktueller Stand

Vom Haupteingang aus sind nur die Räume der unteren Etage barrierefrei zugänglich. Das gesamte obere Stockwerk ist nur über Treppen erreichbar. Die Turnhalle ist barrierefrei erreichbar. Zurzeit ist ein Klassenraum akustisch wirksam ausgestattet.
Die Schule verfügt über eine behindertengerechte Toilette. Ein Aufzug ist nicht vorhanden. Die Außentüren sind noch schwergängig.

Folgende Fachräume stehen der Schule zur Verfügung

1 PC-Raum, 1 Küche (mit Einschränkungen), 1 Werkraum, 1 Musikraum, 1 Aula, 1 Leseoase, 2 Differenzierungsräume, 1 kleiner Nebenraum, Lernstudio, 14 Klassenräume ohne Nebenraum/Differenzierungsraum, Differenzierungsraum sowie zwei Differenzierungsräume für die sonderpädagogische Förderung. Durch diese Differenzierungsräume wird der Anspruch umgesetzt, dass Kinder, die für bestimmte Lernbereiche der weiteren individuellen Unterstützung bedürfen, neben ihrem eigentlichen Klassenraum eine vertraute Umgebung vorfinden. Diese soll für die Schülerinnen und Schüler einen weiteren festen Bezugspunkt darstellen.

Differenzierte Unterrichtsmaterialen

Differenzierte Unterrichtsmaterialien bilden die Grundlage für das effektive Lernen in heterogenen Lerngruppen. Das Lehr- und Lernmaterial muss an die individuellen Lernvoraussetzungen des Kindes anknüpfen. In diesem Zusammenhang sind alle Lehrwerke, die bereits eine innere Differenzierung immanent aufweisen, sinnvoll. Besonders eignet sich dabei ein Material, das selbstständiges Arbeiten erleichtert und überwiegend selbsterklärend ist. Den Materialpool sukzessive durch Sichtung und ggf. Erstellung geeigneter Materialien auszubauen, ist dabei eine gemeinsame Aufgabe des Kollegiums. Das Ziel ist es, in den Differenzierungsräumen einen Materialpool zur Verfügung zu stellen, welcher als Anschauungsmaterial und zur Ausleihe für die Kolleginnen zur Verfügung steht. Verwaltung und Ausleihe erfolgt durch die Sonderpädagogen.

Organisationsformen gemeinsamen Lernens

Das Konzept der inklusiven Förderung wird auf zwei Ebenen umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden sowohl in der Klassengemeinschaft als auch in der äußeren Differenzierung gefördert. Dieses zweigleisige Konzept ermöglicht flexible, auf den Bedarf des Kindes ausgerichtete Fördermaßnahmen. Häufig ergibt sich eine Organisationsform, die eine äußere und innere Differenzierung kombiniert. 

Das Lernen am gemeinsamen Gegenstand in den Klassen ist das vorrangige Ziel. Zum gemeinsamen Unterricht im Klassenraum eignen sich diverse Formen des Co-teaching (Grundschullehrkraft + SoPäd):

  • parallel-teaching: Lehrer arbeiten parallel mit gemischten Kleingruppen
  • one teach – one observe: Ein Lehrer unterrichtet, der andere nimmt eine beobachtende Rolle ein.
  • one teach – one assist: Ein Lehrer übernimmt federführend den Unterricht, der andere „assistiert“
  • team-teaching: Die Lehrer übernehmen gemeinsam die volle Verantwortung für den Unterricht im Klassenraum. (Sehr gute Absprachen der einzelnen Stunden nötig!)

Zusätzlich zu den verschiedenen Co-teaching Formen werden in den Klassen Unterrichtsmethoden gewählt, die den Bedürfnissen aller Schüler entgegenkommen. An dieser Stelle seien nur einige genannt: Stationenarbeit, Lerntheke, Freiarbeitsphasen, Projektunterricht, Kurzreferate (welche in Kleingruppen erarbeitet werden), Partner/- Gruppenarbeit. 

Aktueller Stand

Die SoPäds fördern Schülerinnen und Schüler mit sopäd. Unterstützungsbedarf so oft es geht im Klassenverband, in wechselnden Co-teaching Formen. Ist dies nicht möglich (oder macht dies aufgrund sehr starker Leistungsunterschiede wenig Sinn), werden die Schülerinnen und Schüler außerhalb des Klassenraums in Klein- und Kleinstgruppen gefördert. Durch die Verteilung der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf viele Klassen ergeben sich viele verschieden zusammengesetzte Fördergruppen, die von den SoPäds nicht (oder nur selten) im Klassenverband gefördert werden können. Hierdurch ergibt sich viel separativerer und exklusiver Unterricht. Dies würde sich durch die Bündelung (siehe Punkt 1) relativieren lassen. Klassenübergreifende Gruppen bleiben jedoch bei einem sinnvollen möglichen Einsatz bestehen.

Leistungsmessung/Leistungsbewertung

Für einzelne Schüler können differenzierte Tests und Arbeiten gestellt werden. Die Zeugnistexte für Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden gemeinsam von Grundschullehrkraft und SoPäd erstellt.

Diagnostik und individuelle Förderung

Die SoPäds sind für die Diagnostik bei einzelnen Schülerinnen und Schüler zuständig. Entweder betreiben sie die Diagnostik selber (LRS, Dyskalkulie, Intelligenzdiagnostik) oder organisieren diese. Zudem stehen sie den Eltern hinsichtlich außerschulischer Diagnostik (AO-SF, psychologische Diagnostik) beratend zur Seite. Im Lehrerzimmer steht ein Ordner bereit, in welchem die außerschulischen Ansprechpartner mit den jeweiligen Kontaktdaten aufgeführt sind. Dieser Ordner wird von den SoPäds und dem Sozialpädagogen aktuell gehalten. 

Eine Übersicht über Rituale und auch Hinweise zu Einschränkungen einzelner Schüler liegen im Klassenbuch bereit, sodass sich Lehrer im Vertretungsfall einen schnellen Überblick verschaffen können.

Die SoPäds beraten die GS-Lehrkräfte zu diagnostischen Maßnahmen und führen diese auch (wenn dies möglich ist) durch. Die SoPäds erarbeiten gemeinsam mit den GS-Lehrkräften Förderpläne für einzelne Schülerinnen und Schüler. Diese enthalten sowohl persönliche Angaben als auch Aussagen zum gesamten Lern- und Entwicklungsverlauf. Der Förderplan beschreibt für die einzelnen Förderbereiche möglichst kleinschrittige, beobachtbare Teilziele, die im Regelfall zum Ende eines Schulhalbjahres evaluiert werden. Besondere Auffälligkeiten, Lernfortschritte etc. werden auch außerhalb dieser festgelegten Zeit dokumentiert. Die Evaluation der Förderpläne liegt ebenfalls in der Verantwortung beider Lehrer.

Elterngespräche

Für eine gelungene Kooperation mit den Eltern von Kindern mit Förderbedarf tragen Grundschullehrkraft und SoPäd gemeinsam die Verantwortung. Grundsätzlich werden Elterngespräche von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gemeinsam von der Grundschullehrkraft und dem SoPäd geführt. Bei Bedarf (insbesondere auch bei Präventivkindern oder bei der Erläuterung diagnostischer Ergebnisse) nehmen die Sonderpädagogen auch an weiteren Elterngesprächen teil.

Absprachen mit Integrationskräften

Integrationshelferinnen und -helfer übernehmen bei Bedarf die Aufgaben eines Lern- und Schulbegleiters für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Die Grundschullehrkräfte, die Sonderpädagogen und die Integrationskräfte führen regelmäßig Gespräche. Dabei geht es um die Planung und Organisation der Unterstützung, die Vereinbarung von Absprachen, effektive Maßnahmen zur Erziehungsbegleitung usw. Ziel bleibt stets der sukzessive Abbau der Unterstützungsmaßnahmen.

Vernetzung mit schulischen und außerschulischen Partnern

Der Kontakt zu außerschulischen Partnern findet bei Schülern ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf durch den Klassenlehrer und in Absprache mit dem Sozialpädagogen statt. In Bezug auf Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sind Klassenlehrer und Sonderpädagogen gleichermaßen verantwortlich.

Aufgabenverteilung Sonderpädagogen, GrundschullehrerInnen, Sozialpädagoge

Die Schwerpunktklassen werden jeweils von einem der Sonderpädagogen unterstützt/betreut. Hier wird der Unterricht von beiden Lehrern gemeinsam verantwortet und durchgeführt. Der Sozialpädagoge unterstützt die anderen Klassen des 1. Jahrgangs mit jeweils fünf Stunden pro Woche. Der Sozialpädagoge arbeitet mit einzelnen Schülern an von den Klassenlehrern vorbereitetem Material, bringt aber auch eigenes Material mit in den Unterricht ein. Auf Anfrage der Klassenleitung nimmt der Sozialpädagoge an Elterngesprächen teil.

Datensammlung

Für alle Schüler, bei denen dies sinnvoll erscheint (bei Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf verpflichtend), wird ein Ordner geführt, in dem Protokolle von Elterngesprächen, Förderpläne und Diagnoseunterlagen gesammelt werden. In den Schwerpunktklassen sind für die Sammlung der Daten beide Lehrkräfte (SoPäd und Grundschullehrkraft) verantwortlich. In Einzelfällen (außerhalb der Schwerpunktklassen) liegt die Verantwortung über den Ordner bei den SoPäds. Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Klassenlehrern, den SoPäds und dem Schulsozialarbeiter statt. 

Klassenfahrten und Ausflüge

An Klassenfahrten und Ausflügen, an denen Schüler beteiligt sind die von den SoPäds betreut werden (diagnostizierter Unterstützungsbedarf oder präventiv), nehmen die SoPäds teil. 

Vertretungsunterricht

Vertretungsunterricht der Sonderpädagogen geht zu Lasten der Klassen mit gemeinsamem Lernen und sollte nur in absoluten Ausnahmefällen zu einer Auflösung der Doppelbesetzung führen. Falls dies im Falle eines kurzfristig auftretenden Unterrichtsengpasses notwendig wird, wird der Vertretungsunterricht nur in Klassen erteilt, in denen Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet werden. In der Regel vertreten sich Grundschullehrkraft und SoPäd gegenseitig (Beispiel: Ist die Grundschullehrkraft erkrankt mit der der SoPäd in der 1. und 2. Std. gedoppelt ist, vertritt der SoPäd die Grundschullehrkraft) Ebenso vertritt die Grundschullehrkraft den SoPäd bei Erkrankung oder Abwesenheit wegen diagnostischer Aufgaben)

Fortbildungen

Um das Kollegium auch weiterhin für das Thema Inklusion und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen zu sensibilisieren und vorzubereiten, werden immer wieder Fortbildungen zu verschiedenen Bereichen durchgeführt. 

Als sinnvoll werden Fortbildungen zu den Bereichen LRS/Dyskalkulie, Wahrnehmungsstörungen (auditiv/visuell) und Umgang mit Inklusion im Allgemeinen angesehen.

Ausblick

Das Konzept wird im Folgenden der Schulleitung vorgestellt. Anschließend wird das Konzept dem Kollegium vorgestellt, um das Konzept weiter zu konkretisieren und gegebenenfalls abzuändern.

Medienkonzept der Baumberge-Schule Havixbeck

Leibild

Schülerinnen und Schüler treten im Alltag immer häufiger mit und durch neue Medien in Kontakt. Digitale Medien sind aus der Lebenswelt der Kinder und besonders auch aus deren späterem Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Zusätzlich zum PC nutzen die Schülerinnen und Schüler im privaten Bereich Tablets und Smartphones. Diese werden häufig als Spielgerät genutzt. 

Durch die neuen Medien ergeben sich auch für die Schule neue Aufgaben. Digitale Medien müssen konsequent im Unterricht eingesetzt werden, um den Schülerinnen und Schülern einen angemessenen Umgang mit diesen zu ermöglichen. Zum anderen müssen die Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit digitalen Medien geschult und unterstützt werden, um die Schülerinnen und Schüler zielführend anleiten und unterstützen zu können. 

So sehen wir im bewussten Umgang mit dem Computer und anderen digitalen Medien in der Grundschule eine wichtige Aufgabe. Wir möchten als Schule die Schülerinnen und Schüler an einen sinnvollen, alltäglichen Umgang mit den neuen Medien heranführen, und mit ihnen sowohl die Chancen, aber auch die Gefahren, die das Internet bietet, erarbeiten. Die Kinder sollen in ihrem Alltag mit Medien in ihrer Teilnahme-, Reflexions- und Urteilskompetenz geschult und gestärkt werden. Auch in diesem Zusammenhang vermitteln wir die Werte und Normen, die zum Leitbild unserer Schule gehören. Ein freundliches und friedliches Miteinander soll und muss auch in den sozialen Medien stattfinden. 

Lernprogramme und Internet müssen daher sinnvoll und kritisch genutzt werden und können keinen Ersatz darstellen für den handelnden Umgang mit Dingen aus der Lebenswelt der Kinder. 

Zusätzlich zu der reinen Arbeit mit dem Computer können Schülerinnen und Schüler durch die Nutzung des Internets und digitaler Medien deren Möglichkeiten und Grenzen kennenlernen und reflektieren. Hierbei kann das Internet insbesondere zur Wissensvermittlung und Informationsbeschaffung genutzt werden. Einen großen Vorteil im Einsatz digitaler Medien stellen auch Lernsoftwares dar, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen nach individuellem Tempo und Leistungsstand zu arbeiten und eine direkte Rückmeldung zu den Ergebnissen zu bekommen. So wird der Lehrer auch in Bezug auf neue Medien zum Organisator von Lernprozessen, während die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen Lernern erzogen werden. Dies fördert die Selbstständigkeit und damit auch den Selbstwert der Schülerinnen und Schüler. 

Es ist deutlich, dass der Einsatz digitaler Medien den Unterricht bereichert und zusätzlich Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung schafft. Auch wird die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch den Umgang mit digitalen Medien gefördert. 

Werden digitale Medien im Unterricht eingesetzt, kann das selbstgesteuerte Lernen von Schülerinnen und Schülern unterstützt werden, da im eigenen Tempo und im eigenen Fähigkeitsrahmen gelernt werden kann. Zudem können sich die Schülerinnen und Schüler mit neuen Medien gestalterisch weiterentwickeln, ihren Horizont weiten und ihre Selbstwirksamkeit erfahren.

Zu einer altersgemäßen Medienkompetenz im Grundschulbereich gehören unserer Meinung nach

  • die Überarbeitung und Gestaltung von Texten
  • die Nutzung von Lernsoftware, die den individuellen Lernprozess unterstützt
  • die Informationsbeschaffung aus dem Internet
  • das Präsentieren von Arbeiten und Recherchen

Unterrichtsentwicklung und curriculare Verankerung, Medienpass NRW

Wir möchten den Medienpass NRW verbindlich im Unterricht thematisieren und umsetzen, so dass jede Schülerin und jeder Schüler unserer Schule auf die dort vermittelten Kompetenzen zurückgreifen kann. 

Der Medienpass NRW bietet ein Konzept, um die Aufgabe der Medienkompetenzförderung systematisch und gebündelt in fünf Kompetenzbereichen anzugehen. Die Medienkompetenzförderung soll vereinfacht werden, indem alle Fächer beteiligt werden und in bereits bestehende schulinterne Konzepte integriert werden. Es soll eine für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern eine transparente Medienkompetenzförderung geleistet werden, die sich über die gesamte Schullaufbahn bis zum Ende der Sekundarstufe I erstreckt. Darüber hinaus sollen schulische und außerschulische Angebote zur Medienkompetenzförderung vernetzt werden. 

Im Medienpass sind die Teilkompetenzen des Kompetenzrahmens in schülergerechter Sprache formuliert. Hier kann die Lehrkraft, sowie der Schüler den voranschreitenden Kompetenzerwerb dokumentieren. 

Klassenpakete des Medienpasses NRW können von Grundschulen und weiterführenden Schulen (zunächst für die Klassen 5 und 6) in der benötigten Anzahl kostenlos über die Webseite bestellt werden: www.medienpass.nrw.de

Verbindliche Vorgaben für die Arbeit mit dem Medienpass (Klasse 1/2)

Bedienen und Anwenden

Ich kenne verschiedene digitale Geräte und weiß, wie ich sie anwende. Beispiele:

  • Arbeit mit dem IPad (An-/Ausschalten, Lautstärke regulieren, Ausrichtungssperre ein-/und ausschalten, Apps öffnen/schließen, Aufbau und Strukturen kennen und benutzen)
  • Arbeit am Computer (An-/Ausschalten, im Netzwerk anmelden, Programme öffnen und schließen)

Ich kann Apps und Programme der Geräte bedienen. Beispiele: 

iPad:

  • Arbeit mit Übungssoftware, Lernspielen, englischen Filmen/Liedern, ...
  • Bedienung des Internetbrowsers

PC:

  • Arbeit mit Lernwerkstatt, Antolin, ...
  • Erste einfache Schritte mit Word
  • Bedienung des Internetbrowsers

Informieren und Recherchieren

Ich kenne Suchmaschinen und weiß, was ich dort eingebe. Beispiele:

  • Kennenlernen von kindgerechten Suchmaschinen (z.B. www.fragfinn.de, www.blinde-kuh.de)
  • Auswählen passender Suchbegriffe
  • Internet-Führerschein

Ich kann aus vielen Suchergebnissen die passenden auswählen. Beispiele: 

  • Suchergebnisse bewerten und filtern, auch im Hinblick auf die Eignung der Inhalte für Kinder
  • Internet-Führerschein

Kommunizieren und Kooperieren

siehe Klasse 3/4

Produzieren und Präsentieren

Ich habe folgende digitale Medienprodukte gestaltet. Beispiele:

  • Präsentation mit dem Book Creator
  • Texte mit Word
  • Diashow mit eigenen Fotos

Analysieren und Reflektieren

Ich kenne die Vielfalt der Medien in unserer Gesellschaft und deren Entwicklung. Beispiele:

  • Kennenlernen verschiedener Medienformate: Bücher, Bilder, Ipad, Computer, Zeitung, Handy, Folien

Problemlösen und Modellieren

Ich weiß, dass ein Algorithmus ein Befehl ist. Dadurch funktionieren Geräte und Computer. Beispiele:

  • Einfache Befehle in den PC eingeben (z.B. Suchbefehl) und so exemplarisch grundlegende Prinzipien und Funktionsweisen der digitalen Welt kennen und nutzen lernen.

Verbindliche Vorgaben für die Arbeit mit dem Medienpass (Klasse 3/4)

Bedienen und Anwenden

Ich kann Dateien sicher speichern und wiederfinden. Beispiele:

  • Selbst erstellte Arbeitsergebnisse am PC oder IPad ggf. auch in der Cloud speichern und wiederfinden. Umgang mit Dateiordnern und Unterordnern kennen lernen. Z.B. Arbeit mit Word oder dem BookCreator.

Meine persönlichen Daten gehören mir! Ich schütze mich, indem ich diese nicht unüberlegt im Netz eingebe. Beispiele: 

  • Internet-Führerschein
  • Thematisierung des Umgangs mit personenbezogenen Daten im Internet, aber auch mit dem Handy..

Informieren und Recherchieren

Ich kann zwischen Werbung und Information unterscheiden. Beispiele:

  • Analyse verschiedener Internetangebote im Hinblick auf belastbare Informationen oder eventuelle Werbebotschaften
  • Analyse von YouTube-/Instagram-/Twitter-Angeboten im Hinblick auf versteckte Werbung

Ich weiß, wann und wo ich mir Hilfe hole, wenn mir etwas im Internet Angst macht. Beispiele: 

  • Internet-Führerschein

Kommunizieren und Kooperieren

Ich kann digitale Geräte nutzen, um mich mit andern auszutauschen. Beispiele:

  • Kindgerechte Arten des Chats im Internet oder des Umgangs in Kinderforen üben.
  • Internet-Führerschein

Ich verhalte mich andern gegenüber so, wie ich auch behandelt werden will. Beispiele:

  • Regeln des respektvollen Umgangs miteinander auch auf das Verhalten im Internet/am Handy übertragen.

Ich kenne geeignete Seiten, auf denen ich als Kind meine Meinung äußern kann. Beispiele:

  • Internet-Führerschein
  • Kinderforen im Internet mit Anleitung kennen lernen und passende Kommentare hinterlassen

Ich weiß, wie ich mich bei Gewalt, Beleidigungen und Drohungen im Internet verhalte. Beispiele:

  • Internet-Führerschein

Produzieren und Präsentieren

Ich weiß, wie ich mit Bildern, Schriftarten und Tönen bestimmte Wirkungen erziele. Beispiele:

  • Verschiedene Gestaltungsobjekte bei der Erstellung eigener Arbeitsprodukte ausprobieren, ihre Wirkung und Eignung beurteilen und sie zweckgerichtet einsetzen. Z.B. Arbeit mit Word oder dem BookCreator.

Wenn ich Bilder oder Texte für meine Arbeit verwende, schreibe ich dazu, woher diese stammen. Beispiele:

  • Wissen, wie man Quellen in einem selbsterstellten Arbeitsergebnis kennzeichnet.
  • Richtiges Zitieren üben

Ich veröffentliche nicht ohne Erlaubnis Bilder oder Informationen von anderen. Beispiele:

  • Internet-Führerschein

Analysieren und Reflektieren

Ich kenne Beispiele dafür, dass Medien meine Meinung beeinflussen. Beispiele:

  • Werbung im Internet wird häufig personenbezogen eingesetzt. Funktionsweisen kennen lernen und die Beeinflussung auf die eigene Person abschätzen.
  • Analyse von YouTube- Videos in Bezug auf Werbebotschaften

Ich weiß, wie z.B. Computerspiele und Soziale Medien auf mich wirken können. Beispiele:

  • Exemplarisch das Suchtpotential und die damit verbundenen Risiken von Computerspielen und Sozialen Medien thematisierten. Z.B. durch Umfragen zum eigenen Konsum oder anhand von Lehr

Ich kenne Möglichkeiten, die Häufigkeit und Art meiner Mediennutzung zu kontrollieren. Beispiele:

  • Internet-Führerschein
  • Bildschirmzeit als Funktion bei Apple-Geräten
  • Dokumentation in Form eines Medientagebuchs

Problemlösen und Modellieren

Ich kenne Beispiele für Algorithmen auch in meinem Alltag. Beispiele:

  • Beispiele für einen Algorithmus sind Gebrauchsanweisungen, Spielregeln, Bau- oder Bastelanleitungen, aber auch Bedienungsanweisungen bei technischen Geräten
  • Tanzchoreographie in einem Algorithmus festhalten

Folgendes habe ich selbst programmiert: Beispiele:

  • Einfaches Programmieren mit der Playgrounds-App

Ich kenne Beispiele dafür, wie digitale Geräte und Computer mein Leben beeinflussen. Beispiele:

  • Internet-Führerschein
  • Werbung im Internet wird häufig personenbezogen eingesetzt. Funktionsweisen kennen lernen und die Beeinflussung auf die eigene Person abschätzen.
  • Leben ohne Handy – Was war früher anders?

Kompetenzen am Ende der Klasse 4

Im Folgenden sollen die sechs Teilkompetenzen, die im Kompetenzplan vorgegeben sind und in der Schule erarbeitet werden sollen, kurz erläutert werden.

Bedienen und Anwenden …

umfasst den sinnvollen Einsatz von Medien als Voraussetzung jeder aktiven und passiven Mediennutzung. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4 nutzen sowohl Hardware als auch verschiedene digitale Werkzeuge. Sie kennen und bedienen unterschiedliche Medien und Anwendungen, z.B. für Textverarbeitung, Präsentation, Video-, Audio-, Bildbearbeitung, Programmierumgebungen, Lernanwendungen und Lernplattformen. Sie wählen aus Hardware und digitalen Werkzeugen zielgerichtet aus und nutzen diese in verschiedenen Zusammenhängen. Informationen und Daten auf den Geräten bzw. in den Anwendungen organisieren sie und wenden sie in unterschiedlichen Dateiformaten an. Dabei kennen sie Sicherheitsmaßnahmen sowie Grundlagen des Datenschutzes und gehen verantwortungsvoll mit persönlichen und fremden Daten um.

Informieren und Recherchieren …

umfasst die sinnvolle und zielgerichtete Auswahl von Quellen sowie die kritische Bewertung und Nutzung von Informationen. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4führen hierzu Informationsrecherchen zielgerichtet durch, z.B. über Kindersuchmaschinen im Internet, auf partizipativen Onlineplattformen, in Bibliotheksangeboten oder in Lexika und wenden dabei geeignete Suchstrategien an. Themenrelevante Informationen und Daten filtern, strukturieren und bereiten sie aus vorhandenen Medienangeboten auf. Sie erkennen und bewerten Informationen und ihre Quellen sowie dahinterliegende Strategien und Absichten, z.B. von Nachrichten und Werbung. Insbesondere erkennen Grundschulkinder unangemessene Medieninhalte und gehen mit diesen sachgerecht um. Sie kennen Hilfs-und Unterstützungsstrukturen und nutzen diese bei Bedarf.

Kommunizieren und Kooperieren …

umfasst die Fähigkeit, Regeln für eine sichere und zielgerichtete Kommunikation zu beherrschen und Medien zur Zusammenarbeit zu nutzen. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4 kennen digitale Kommunikationswege, z.B. E-Mail, SMS, Messaging-Dienste oder Videochats. Sie beschreiben Unterschiede und Wirkungen verschiedener Kommunikationsmedien und wählen diese für die eigene Kommunikation zielgerichtet aus. Grundschulkinder kennen und entwickeln Regeln des Umgangs für eine sichere, an ethischen Grundsätzen und kulturell-gesellschaftlichen Normen orientierte Kommunikation und beachten diese, auch bezogen auf angehängte Foto-und Videodateien. Sie wissen, dass z.B. Drohungen und Beleidigungen auch bei der Nutzung digitaler Medien unangemessen sind und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Sie kennen Erscheinungs-formen und Auswirkungen von Cybermobbing sowie entsprechende Hilfsangebote. Grundschulkinder nutzen Kooperationswerkzeuge zur Zusammenarbeit, erproben dabei unterschiedliche Formen der Kooperation und führen verschiedene Arbeitsergebnisse zu einem gemeinsamen digitalen Produkt, z.B. zu einer Klassenzeitung oder einem Klassenblog, zusammen.

Produzieren und Präsentieren …

bedeutet, mediale Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und kreativ bei der Planung, Realisierung und Präsentation eines Medienprodukts zu nutzen. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4 erarbeiten Medienprodukte, indem sie diese zielgerichtet gestalten und präsentieren, veröffentlichen oder teilen. Diese können beispielsweise Bild-, Audio-und Videoprodukte sein, z.B. digitale Collagen, Hörspiele, Kurz-und Erklärfilme oder Animationen, die aus der Beschäftigung mit einem Thema entstehen. Diese stellen Grundschulkinder im Unterricht, im Rahmen von schulischen oder außerschulischen Veranstaltungen oder im Webauftritt der Schule unter Berücksichtigung von grundlegenden Präsentationstechniken vor. Grundschulkinder nutzen hierfür bewusst Gestaltungsmittel, deren Wirkung sie kennen und zielgerichtet einsetzen. Bei der Produktion beachten sie Standards der Quellendokumentation und rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich der Verwendung verschiedener Quellen, wie z.B. Abbildungen, Videos, Musik und Texte.

Analysieren und Reflektieren …

umfasst das Wissen um die wirtschaftliche, politische, ökologische und kulturelle Bedeutung von Medien sowie die kritische Auseinandersetzung mit Medien und dem eigenen Medienverhalten. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4 nehmen Medienangebote wahr, tauschen sich über die Vielfalt der Medien und ihre Entwicklung aus und gleichen diese mit eigenen Erfahrungen ab. Sie erkennen und vergleichen die Zielsetzung einzelner Medienangebote und nutzen diese reflektiert und zielgerichtet für einen bewussten Umgang mit ihnen. In der Auseinandersetzung mit dem eigenen Mediennutzungsverhalten erkennen Grundschulkinder die Wirkung und die Folgen ihres Medienhandelns und entwickeln Regeln für eine sinnvolle Mediennutzung, z.B. im Sinne von Strategien der Selbstregulierung. Grundschulkinder entdecken die Chancen und Herausforderungen von Medien für die Realitätswahrnehmung und lernen, diese für ihre eigene Identitätsbildung zu nutzen. Sie reflektieren beispielsweise die vielfältigen Videoformate auf Onlineplattformen oder die Unterschiede von digitalen und analogen Spielen, und leiten daraus Wege ab, wie das Spielen sie im Unterricht bzw. beim Lernen unterstützen kann. Sie kennen Alterskennzeichnungen für Medienangebote und reflektieren deren Sinnhaftigkeit.

Problemlösen und Modellieren …

bezieht sich auf das Entwickeln von Strategien zur Problemlösung, Modellierung und Zerlegen in Teilschritte (beispielsweise mittels Algorithmen). Es wird eine informatische Grundbildung als elementarer Bestandteil im Bildungssystem verankert, wie etwa die Vermittlung von Fähigkeiten im Programmieren, die Reflektion der Einflüsse von Algorithmen und die Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt. Grundschulkinder am Ende der Klasse 4 erkennen algorithmische Muster und Strukturen in verschiedenen Kontexten, z.B. bei Verkehrsschaltungen auf dem Schulweg, und können diese nachvollziehen und reflektieren. Sie formalisieren und beschreiben Probleme und entwickeln Problemlösestrategien. Dazu planen und nutzen sie Algorithmen und Modellierungskonzepte auch in einfachen Programmierumgebungen, z.B. bei Robotern, Microcontroller-Boards oder Programmier-Apps. Sie beurteilen die gefundenen Lösungsstrategien. Grundschulkinder beschreiben und reflektieren die Einflüsse von Algorithmen auf die digitalisierte Gesellschaft sowie die Auswirkungen der Automatisierung für die eigene Lebenswirklichkeit, z.B. in Bezug auf Abläufe im Alltag.

Kompetenzerwartungen am Ender der Klasse 4

Bedienen und Anwenden

Informieren und Recherchieren

Kommunizieren und Kooperieren

Produzieren und Präsentieren

Analysieren und Reflektieren

Die Schülerinnen und Schüler nutzen analoge Medien (z.B. Zeitung, Fernsehen, Radio) zur Unterhaltung und Information.

Die Schülerinnen und Schüler formulieren ihren Wissensbedarf.

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben ihr eigenes kommunikationsverhalten (z.B. Telefon, SMS, E-Mail, Chat).

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben unterschiedliche Arten der Präsentation von Informationen (z.B. Plakat, Bildschirmpräsentation, Audio-/Videobeitrag).

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die eigene Mediennutzung und –erfahrung und erkennen daraus resultierende Chancen und Risiken für ihren Alltag.

Die Schülerinnen und Schüler wenden Basisfunktionen digitaler Medien (z.B. Computer, digitaler Fotoapparat) an.

Die Schülerinnen und Schüler recherchieren unter Anleitung in altersgemäßen Lexika, Kindersuchmaschinen und Bibliotheksangeboten.

Die Schülerinnen und Schüler wenden altersgemäße Möglichkeiten der Online-Kommunikation /z.B. Chat, E-Mail) an.

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Vor- und Nachteile unterschiedlicher Medienprodukte (z.B. in Hinblick auf Zielgruppe, Gestaltungs- und Distributionsmöglichkeiten).

Die Schülerinnen und Schüler kennen Regeln zum sinnvollen Umgang mit Unterhaltungsmedien.

Die Schülerinnen und Schüler wenden Basisfunktionen eines Textverarbeitungsprogrammes an
(Formatierungen, Rechtschreibhilfe, Einfügen von Grafiken, Druckfunktion)

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Medien gezielt Informationen und geben sie wieder.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Regeln und Empfehlungen für eine sichere Kommunikation im Internet.

Sie Schülerinnen und Schüler erstellen unter Anleitung ein einfaches Medienprodukt (z.B. Plakat, Bildschirmpräsentation , Audioclip, Handy-Clip).

Die Schülerinnen und Schüler Vergleichen und bewerten altersgemäße Medienangebote und stellen die Vielfalt der Medienangebote und ihre Zielsetzungen dar.

Die Schülerinnen und Schüler wenden Basisfunktionen des Internets an (z.B. Angabe der vollständigen URL, Nutzung von Links, Suchmaschinen).

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Informations- und Werbebeiträgen.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen unter Anleitung altersgemäße Medien (z.B. Wiki, Lernplattform) zur Zusammenarbeit mit schulischen Projekten.

Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeitsergebnisse vor.

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben an ausgewählten Beispielen (z.B. Film oder Werbung) die Wirkung stilistischer Merkmale.

Quelle: Leitfaden zum Medienpass NRW

Internet-ABC

Das Internet-ABC ist eine interaktive Onlineplattform, die Hilfestellungen bietet, um Kinder fit zu machen für das Internet. Schulen bekommen hier Unterrichtsmaterialien, Tipps für den Einsatz des Internet-ABC im Unterricht sowie Informationen zum Thema "Schulkinder und Medien". Die Plattform richtet sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren sowie an Eltern und Lehrkräfte. 

Im Kinderbereich der Plattform lernen Kinder Schritt für Schritt die Grundlagen für das sichere Surfen im Netz. Herzstück des Internet-ABC bilden die interaktiven Lernmodule für Kinder der Klassen 3 bis 6. Die vertonten Module vermitteln spielerisch das Basiswissen darüber, wie das Netz funktioniert, was es für Möglichkeiten bietet und wie man sich sicher im Netz bewegt. Mit jedem Modul lässt sich spielerisch ein Schwerpunktthema, wie z. B. Suchmaschinen, Datenschutz, Chat oder Soziale Netzwerke erarbeiten. 

Auch für Eltern hält die Plattform hilfreiche Informationen und Tipps bereit. Das Internet-ABC unterstützt sie bei Fragen rund um die Medienerziehung innerhalb der Familie und hilft bei ganz alltäglichen Unsicherheiten der Internetnutzung. (aus: www.internet-abc.de) 

Das Internet-ABC steht dem Kollegium als additiver Baustein für die Medienerziehung zur Verfügung.

Mögliche Umsetzung in den Fächern

Im Folgenden ist eine tabellarische Übersicht aufgeführt, in der die einzelnen Kompetenzbereiche den Fächern inhaltlich zugeordnet werden. Die Kompetenzbereiche 1 und 6 sind hier nicht im Einzelnen aufgeführt, da diese übergreifend in allen Fächer mit einfließen.

Technische Ausstattung

Ist-Zustand

In einigen der 15 Klassen unserer Schule befinden sich noch 2 PCs, die aber veraltet sind. In unserem Computerraum gibt es 15 PCs, an denen den Schülerinnen und Schülern verschiedene Lernsoftware zur Verfügung steht. Bei funktionierendem Internet ist hier ebenfalls Recherche möglich sowie das Arbeiten im Lernprogramm „Antolin“. Im Computerraum befinden sich weiterhin ein Lehrer-PC, ein SW-Drucker sowie ein Beamer. Das Lehrerzimmer ist mit einem PC, einem Applegerät und einem Drucker ausgestattet. Im Kopierraum steht dem Kollegium ein Kopierer zur Verfügung. Für den bedarfsorientierten Einsatz gibt es an der Schule 25 iPads.
WLAN gibt es an unserer Schule nur im Lehrerzimmer und im Verwaltungstrakt.

Soll-Zustand

Im Rahmen des Medienentwicklungsplans soll unsere Schule mit 4 Beamern ausgestattet werden, die in Verbindung mit einem iPad zur Präsentation von Unterrichtsinhalten, Lernvideos, Schülerergebnissen etc. genutzt werden können. Die Klassenräume des 1. und 2. Jahrgangs werden mit je einem Notebook, die Klassenräume des 3. und 4. Jahrgangs mit je zwei Notebooks ausgestattet. 

Im Computerraum werden die alten Geräte durch 15 Mini-PCs ersetzt. 

Um ein stabiles Internet zu gewährleisten wird die Schule mit einem neuen Server ausgestattet. Ebenso werden 10 Accesspoints in der Schule aufgebaut, um in allen Räumen Zugang zum Internet zu haben. In der oberen Etage wird ein Netzwerkdrucker aufgestellt, von dem aus auch Schülerarbeiten ausgedruckt werden können.

Fortbildungsbedarfe

  • Einführung in die Nutzung der Beamer und iPads als Visualizer
  • Schulung des Umgangs mit den auf den iPads installierten Apps
  • Aufzeigen des Nutzens der unterschiedlichen Möglichkeiten des iPads (Erstellen von Videos, …)
  • Anwendung und Fehlerbehebung bei AppleTV und iPads
  • Handhabung von iMovie, Book Creator und Pages
  • Einweisung in IServ

Des Weiteren sollen Mikrofortbildungen als regelmäßiger Bestandteil der Lehrerkonferenzen stattfinden. Hierbei sollen dem Kollegium in einem Zeitrahmen von ca. 15 Minuten unter anderem neue Apps oder hilfreiche Tipps im Umgang mit iPads oder anderen digitalen Medien vorgestellt werden.

Kooperationspartner / Außerunterrichtliche Verankerung

Gemeindebibliothek

Die Gemeindebibliothek stellt den Schülerinnen und Schülern einen Biparcours zur Verfügung, den die Kinder mit Hilfe des iPads durchlaufen. Ebenso ist es möglich, dass die Kinder eigene Rallyes auf dem iPad erstellen.

Fachbereich Sachunterricht der WWU

Gemeinsam mit Studentinnen des Fachbereichs Sachunterricht der WWU wurden bereits mehrfach Unterrichtsvorhaben und Projekte im Bereich neue Medien durchgeführt. Diese Kooperation soll fortgeführt und ggf. weiter ausgebaut werden (s. auch Praxisbeispiel 2.4.2).

Das könnte Sie auch interessieren